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Tesla-Milliardär Elon Musk will neue Zivilisation auf dem Mars gründen

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SPACEX MARS
Elon Musk stellt seine Mars-Pläne beim 67. Internationalen Astronautenkongress vor | Bloomberg via Getty Images
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  • Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk will den Mars mit einer Million Menschen besiedeln
  • Neu entwickelte Raumschiffe sollen das möglich machen

Die Menschheit träumt schon seit Jahrzehnten von einer Reise zum Roten Planeten.

Erstmals erörterte Wernher von Braun, Wegbereiter der modernen Raumfahrt, in seinem Buch „Das Marsprojekt“ die technisch Machbarkeit des gewagten Unterfangens. Die NASA bezeichnete das Werk aus dem Jahr 1948 als das „einflussreichste Buch zur Planung von bemannten Marsmissionen“.

Auch Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk wird das Buch gelesen haben, um sich Anregung für den Flug zum mindestens 55,6 Millionen Kilometer entfernten Planeten zu holen.

Der Öffentlichkeit stellte er jetzt auf dem Internationalen Astronautenkongress im mexikanischen Guadalajara erstmals seine ambitionierten Pläne vor: Das von Musk gegründete private Raumfahrtunternehmen SpaceX will zum Mars fliegen und den Planeten obendrein dauerhaft besiedeln.

Gründung einer neuen Zivilisation auf dem Mars

Denn irgendwann werde die Erde möglicherweise nicht mehr bewohnbar sein, dann sollten die Menschen über Alternativen verfügen, sagte SpaceX-Chef Musk. Er fordert: "Die Menschheit sollte eine multi-planetare Spezies werden."

Musk will also nicht nur zum Mars fliegen, er will auf dem Planeten gleich eine neue Zivilisation mit einer Millionen Menschen gründen - und das schon im Jahr 2060:

Um dieses hoch gesteckte Ziel zeitnah zu verwirklichen, will SpaceX sehr große Raumschiffe bauen, die mindestens 100 Menschen und große Mengen Material transportieren können. Zudem sollen die Raumschiffe wiederverwendbar sein und im Orbit beladen und betankt werden können.

Laut Musk lassen sich somit die Kosten für eine Reise zum Mars von derzeit etwa 10 Milliarden US-Dollar (bei Nutzung von bisher nicht vorhandener Technik) auf 200.000 US-Dollar pro Passagier senken.

Der Mars biete sich zur Kolonisierung an, weil es dort Sonnenlicht und eine Atmosphäre gebe, erklärte Visionär Musk. Auch die Länge eines Tages sei dort vergleichbar mit der Erde und es sei möglich, Pflanzen zu züchten.

Nach einem unbemannten Flugtest will SpaceX bereits ab 2025 die ersten Menschen zum Roten Planeten schicken. Derzeit entwickelt SpaceX das Triebwerk „Raptor“, dass erst vor wenigen Tagen erstmals in Betrieb genommen wurde. Mit drei Meganewton Schub hat es mehr als dreimal soviel Kraft wie das Triebwerk der aktuellen SpaceX-Rakete „Falcon 9“.

„Raptor“ wird mit flüssigem Methan betrieben, das auch auf dem Mars gewonnen werden könnte. Insgesamt 42 „Raptor“-Triebwerke sollen das etwa 40 Stockwerke hohe Raumschiff der Mars-Mission auf fast 25-fache Schallgeschwindigkeit beschleunigen. Die Reisezeit würde sich so auf drei Monate verkürzen. Mit heutiger Technik würde die Mars-Reise sieben Monate dauern.

An Bord beim Marsflug: Mini-Kino und Pizza-Laden

Beim Mars-Flug ist sogar für Kurzweil an Bord gesorgt: Spiele in der Schwerelosigkeit, Mini-Kino und ein eigener Pizza-Laden soll das Raumschiff haben. "Es wird ein ziemlicher Spaß zu reisen", glaubt Musk.

Ob die Fantastereien letztendlich realisiert werden, gilt abzuwarten. Zumal Musks Raumfahrtunternehmen zuletzt eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen musste.

Erst Anfang September war eine Rakete beim Start auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida explodiert, im vergangenen Jahr hatte SpaceX eine Rakete verloren, die Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen sollte. Angesichts dessen muss auch Erfindergeist Musk zugeben: "Das wird ein großartiges Abenteuer."

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(ben)