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Britisches Institut IISS sieht Weltordnung in Gefahr

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TROOPS NEAR EAST
Irakische Truppen | AHMAD AL-RUBAYE via Getty Images
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  • Das Forschungsinstitut IISS sieht die Weltordnung in Gefahr
  • Die Experten warnen vor Populismus und Nationalismus

Das britische Forschungsinstitut IISS sieht die gegenwärtige Weltordnung in Gefahr. In einem jährlichen Bericht zur militär-politischen Lage der Welt, warnt die Denkfabrik vor populistischen und nationalistischen Tendenzen.

Einer Pressemitteilung zufolge sagte IISS-Direktor John Chipman: "Die Fundamente der Weltordnung sind besorgniserregend schwach".

Das Internationale Institut für Strategische Studien beschreibt sich selbst als führende Autorität in Sachen Militärpolitik und politisch-militärische Konflikte.

Die anhaltende Schwächung internationaler Institutionen, wie der Europäischen Union, sehen die Experten des Instituts sehr kritisch. Zuletzt sorgte das Referendum zum Ausstieg Großbritanniens aus der EU weltweit für Verunsicherung.

"Die Institutionen, die geschaffen wurden, um Krisen einzudämmen, werden umgangen oder erweisen sich als unzulänglich, mit dem Resultat, das Konfliktmanagement renationalisiert wird", sagte Chipman.

Ein neuer Kalter Krieg?

Zudem gebe es den Trend, Konfliktsituationen im nationalen Alleingang zu lösen. Beispielhaft sei das Eingreifen Russlands in Syrien, oder die Interventionen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate in den jemenitischen Bürgerkrieg.

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Die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der NATO im Baltikum seien ähnlich wie im Kalten Krieg. Das gleiche gelte für die Konflikte zwischen den USA und China im Pazifik.

Globale Wirtschaftsordnung am Scheideweg

Ähnlich problematisch stehe es um die wirtschaftspolitische Weltordnung. Diese würde durch den bevorstehende Brexit, das Ablösen des US-Dollars als wichtigste Reservewährung oder die globalen Freihandelsabkommen in Fragen gestellt werden.

Die Experten des IISS rufen Akteure aus Politik und Wirtschaft dazu auf, wieder mehr Vertrauen in die internationalen Institutionen herzustellen. Der Trend setzte sich ungehindert weiter fort.

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