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Türkei düpiert Bundesregierung: Gespräche über politisch motivierte Kriminalität abgesagt

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ERDOGAN
Türkei düpiert Bundesregierung: Gespräche über politisch motivierte Kriminalität abgesagt | Eduardo Munoz / Reuters
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  • Die Türkei hat ein Treffen zwischen Bundeskriminalamt und dem türkischen Pendant Istihbarat abgesagt
  • Es sollte um politisch motivierte Kriminalität gehen

Die Türkei hat die für diese Woche geplanten alljährlichen deutsch-türkischen Konsultationen zwischen Bundeskriminalamt (BKA) und türkischem Istihbarat kurzfristig abgesagt.

Das erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der "Welt“. Demnach waren Beratungen über Themen der politisch motivierten Kriminalität geplant gewesen. Dem Vernehmen nach sollte es um Dschihad-Rückkehrer aus Syrien sowie Linksextremisten der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) gehen.

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Nicht zum ersten Mal verschoben


Die Konsultationen wurden in diesem Jahr damit bereits zum zweiten Mal abgesagt. Auch ein für Mai geplantes Treffen musste ausfallen, nachdem die türkische Seite kurzfristig ihre Zusage zurückgezogen hatte.

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Just zu dieser Zeit war deutlich geworden, dass der Deutsche Bundestag eine Resolution verabschieden will, in der die Massentötungen von Hunderttausenden Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord eingestuft wird.

Schwierige Zusammenarbeit mit der Türkei


Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland gilt derzeit als schwierig. Während beide Seiten in der Flüchtlingskrise gut kooperieren, haben Massenverhaftungen durch die türkischen Behörden nach dem gescheiterten Putschversuch hierzulande für starken Protest gesorgt.

Das Innenministerium verwies jedoch darauf, dass unabhängig von den Konsultationen eine "laufende und vertrauensvolle Zusammenarbeit" mit den türkischen Behörden stattfinde.

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