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Verbrauchertest zeigt: So zieht Amazon Kunden mit seinem Dash Button das Geld aus der Tasche

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AMAZON DASH BUTTON
Nicht schön, aber auffällig: Zwei Dash Buttons im Bad. | Amazon
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  • Wer den neuen Amazon Bestellknopf nutzt, zahlt meist für Produkte drauf
  • Das zeigt ein Test des ZDF
  • Die Verbraucherzentrale NRW hat Amazon wegen seines Dash Buttons nun abgemahnt

Es ist nur ein Knopf - aber Amazon will mit seinen Dash Buttons den Einzelhandel revolutionieren.

Die bunten Knöpfe in der Größe einer Streichholzschachtel sind bereits seit Ende August beim Versandriesen für 4,99 Euro erhältlich. Kunden verbinden die Knöpfe mit ihrem W-LAN - und können dann per Knopfdruck voreingestellt Produkte des täglichen Bedarfs bei Amazon bestellen. Zum Beispiel Toilettenpapier. Der Versandriese liefert dann kurzfristig und kostenfrei.

"Beim Dash Button bestellt der Kunde blind." So fasst das ZDF-Verbrauchermagazin WISO seinen Test des Amazon Bestellknopfes zusammen. Doch blind ist in diesem Fall nicht unbedingt gut.

Produkte teurer als bei der Konkurrenz

Denn WISO beklagt, dass die Auswahl an Produkten „sehr begrenzt“ ist, bislang sind 32 verschiedene Dash Buttons für einzelne Produkte erhältlich. Ein weiterer Nachteil: Entgegen der Behauptung von Amazon waren einige Produkte im WISO-Test deutlich teurer als bei anderen Anbietern, teilweise war der Preis doppelt so hoch.

Nur Lebensmittel und Drogerieartikel lagen auf einem ähnlichen Preisniveau wie bei der Konkurrenz, sowohl online als auch offline.

Die Verbraucher lassen sich davon nicht abschrecken. Knöpfe für zahlreiche Produkte sind bereits vergriffen. Aktuell beläuft sich die Lieferzeit teilweise auf bis zu neun Wochen.

Immerhin: Lieferung und Rückgabe der Produkte funktionierte im Praxistest problemlos. Auch an spielende Kinder und neugierige Haustiere hat Amazon gedacht: In der Standardeinstellung wird auch bei mehrmaligen Betätigen immer nur ein Produkt geliefert.

Kritik kommt von der Verbraucherzentrale

Kritik an dem Dienst kommt derzeit insbesondere von der Verbraucherzentrale NRW. Mitte September mahnte diese den Branchenriesen ab, sie will auch gegen den Bestelldienst gerichtlich vorgehen.

Die Verbraucherschützer bemängeln insbesondere fehlende Preisangaben und Hinweise beim Bestellvorgang. Es ist nicht klar, „dass per Knopfdruck unmittelbar eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst wird“, beklagen sie.

Außerdem behalte sich Amazon vor, Ersatzartikel zu versenden, wenn das Kaufprodukt nicht verfügbar sein sollte. Die Verbraucherzentrale NRW hält auch diese Klausel für unzulässig.

Diese Kritik hat wiederum einige Verbraucher auf den Plan gerufen.

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