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Sexismus in der CDU: Chat-Verlauf bringt Behrends in Erklärungsnot

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BEHRENDS
Sexismus in der CDU: Dieser Chat-Verlauf könnte Behrends in Erklärungsnot bringen | dpa
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Insider sind fassungslos über die Schlammschlacht, in der die Berliner CDU gerade versinkt. Der Auslöser, Kommunalpolitikerin Jenna Behrends, wird nun selbst zum Ziel massiver Vorwürfe.

Behrends hatte sich in einem Blogbeitrag gegen böses Getuschel gewehrt, sie schlafe sich durch Affären mit CDU-Politikern hoch.

Sandra Cegla, die Kreisvorsitzende der Frauen Union CDU Berlin Mitte wirft Behrends jetzt in einer Pressemitteilung der Frauen Union vor, sie habe solche Gerüchte selbst massiv und auf aufdringliche Weise gestreut. Wörtlich habe die 26-Jährige gesagt: "Mit dem Peter Tauber, das muss jetzt unter uns bleiben, die Gerüchte stimmen. Ich hatte ein Verhältnis mit ihm“.

Sie selber habe diesen Kommentar als grenzüberschreitend empfunden, auch weil Behrends und sie sich zu dem Zeitpunkt kaum kannten.

Tauber spricht von einem "Flirt"

CDU-Generalsekretär Tauber hatte sich bereits vor derartigen Anschuldigungen distanziert. Er sagte im "Tagesspiegel“, er habe mit Behrends zwar geflirtet, "aber für mich war recht schnell klar, dass es rein freundschaftlich bleibt“.

Mehr zum Thema: Schwere Vorwürfe gegen Tauber: Das steckt hinter dem CDU-Skandal

Mit Zana Ramadani äußert sich eine weitere CDU-Politikerin zu den Sexismus-Vorwürfen. Auch sie ist der Auffassung, Behrends habe selbst die Gerüchte über eine Affäre mit Tauber gestreut.

Schwerer Vorwurf: "Behrends verhöhnt wahre Opfer von Sexismus"

Sie schreibt: "Zunächst deutete sie an, dass es sie verwirren würde, verliebt zu sein, dieser Mann zuerst sehr bemüht um sie gewesen sein soll, sich dann drei Wochen Zeit gelassen habe, lieber joggen würde. Schließlich offenbarte sie mir, dass es sich bei diesem Mann um Dr. Peter Tauber handeln soll. Und dass er sexuell stark auf sie reagiere.“

Ramadani gibt an, sie habe die entsprechenden Nachrichten Behrends in ihrem Facebook-Nachrichtenverlauf gespeichert. Die beiden CDU-Frauen kommen zu dem Schluss, Behrends instrumentalisiere das "wichtige Thema Sexismus“ und verhöhne so die wahren Opfer.

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(bp)