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Neue Studie: Übelkeit in der Schwangerschaft ist ein gutes Zeichen

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Übelkeit gehört zu den unangenehmsten Symptomen in der frühen Schwangerschaft. Etwa vier von fünf Schwangeren leiden darunter. Es gibt jedoch einen Trost für Betroffene:

Wenn Frauen in den ersten Schwangerschaftsmonaten unter Übelkeit und Erbrechen leiden, verläuft die Schwangerschaft eher ohne Komplikationen.

Das belegt eine neue Studie amerikanischer Forscher und des Epidemiologen Enrique Schisterman, die im Fachjournal "JAMA Internal Medicine" veröffentlicht wurde. Fast 800 Frauen wurden im Verlauf der Studie befragt.

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Anders als bei bisherigen Untersuchungen befragten die Forscher die Teilnehmerinnen schon in den ersten Schwangerschaftswochen und begleiteten sie weiter während der fortschreitenden Schwangerschaft.

Auf diese Weise konnten die Wissenschaftler genauere Ergebnisse bei der Befragung erzielen, da die Frauen nur Fragen zu ihrem momentanen Befinden beantworten sollten.

Übelkeit in den ersten Wochen verringert das Risiko eines Schwangerschaftsabbruchs

In früheren Studien waren Frauen häufig erst Monate nachdem die Beschwerden bereits vergangen waren zu diesen befragt worden. Dadurch erhielten die Wissenschaftler häufig ungenaue Ergebnisse.

Die aktuelle Studie belegt, dass bei Frauen, die an Übelkeit oder Erbrechen leiden, das Risiko eines ungewollten Schwangerschaftsabbruchs um 50 bis 75 Prozent geringer ist, als bei symptomfreien Schwangeren.

Das bedeutet aber nicht, dass Frauen, bei denen keine Übelkeit auftritt, nicht trotzdem gesunde Kinder zur Welt bringen könnten. Wer unsicher ist, sollte Rücksprache mit seinem Gynäkologen halten.

Was genau die Übelkeit verursacht, ist noch unklar

Etwa vier von fünf Frauen leiden in den ersten Wochen der Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen - doch was genau die Symptome verursacht, ist bisher nicht vollständig geklärt.

Eine mögliche Erklärung ist der Hormonhaushalt, der bei einer Schwangerschaft aus dem Gleichgewicht gerät. Dies verursacht häufig eine Trägheit des Magen-Darm-Trakts, sodass die Nahrung weniger schnell verdaut wird.

"So kann sich der Nahrungsbrei aufstauen und zu Übelkeit führen", sagte der Münchner Gynäkologe Ioannis Mylonas der "Süddeutschen Zeitung".

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Im schlimmsten Fall müssen Schwangere den natürlichen Elektrolythaushalt im Krankenhaus wiederherstellen lassen

Unabhängig von körperlichen Beschwerden, spielt jedoch auch die mentale Verfassung der Frauen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Symptome. Auch Stress und andere psychische Belastungen können beispielsweise die Übelkeit begünstigen.

Generell sollten Frauen, die an Übelkeit leiden, während der Schwangerschaft fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen. Besonders das, worauf sie Appetit haben, tut ihnen dann gut.

Starke Gerüche hingegen verstärken die Symptome und sollten daher gemieden werden. Bei besonders starken Beschwerden, wenn die Schwangeren beispielsweise keine Flüssigkeit mehr im Körper halten können, ist ein Gang ins Krankenhaus unvermeidlich.

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(glm)