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Teenager veröffentlicht entlarvendes Bild von den Zuständen an ihrer Schule - der Direktor wirft sie raus

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Ein Teenager veröffentlichte dieses Bild von der Mädchen-Toilette ihrer Schule. | Twitter / Hazel Juco
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  • In den USA veröffentlichte eine Schülerin ein entlarvendes Bild ihrer Schule in den sozialen Netzwerken
  • Ihre Schule reagierte prompt und suspendierte sie für drei Tage

Hazel Juco, eine Schülerin der John Glenn High School in einem Vorort von Detroit, bemerkte in ihrer Schule etwas, das die Schulverwaltung eigentlich beunruhigen sollte.

Dem Teenager war aufgefallen, dass sich das Wasser in der Mädchen-Toilette gelblich verfärbt hatte. Sie machte ein Foto von dem Wasser, das frisch aus dem Hahn lief, und postete es auf Facebook und Twitter.

Bereits am nächsten Tag reagierte die Schule, allerdings nicht um das Wasser-Problem zu lösen, sondern um die Schülerin zu bestrafen.

"Ich wurde ins Büro des Rektors gerufen“, erklärte Hazel Juco gegenüber dem Sender CNN, "und da sagte mir dann einer der Vizerektoren, dass ein Mitarbeiter ein Foto von der Mädchen-Toilette in sozialen Netzwerken gesehen habe und dass ich wegen unangebrachter Nutzung von elektronischen Geräten für drei Tage von der Schule suspendiert werde."

Die fragwürdige Anwendung einer eigentlich sinnvollen Regel

Die John Glenn High School verbietet, ähnlich wie auch viele andere Schulen in den USA, den Gebrauch von Smartphones in den Toiletten, um die Privatsphäre der Schüler zu schützen.

Hazel Juco betonte allerdings gegenüber dem Sender WXYZ, dass ihre Schule mit diesem Verbot nicht sehr konsequent sei. Viele Mädchen würden nämlich Selfies in den Toilettenräumen machen und diese als Profilbilder nutzen. Im Gegensatz zu ihrem Foto von dem verfärbten Wasser, seien andere jedoch nicht für ihre Bilder bestraft worden.

Verärgerung über die Reaktion der Schule

Wie CNN berichtet, waren viele Schüler und Eltern verärgert über die Reaktion der High-School. Auch die Leiterin der kommunalen Schulbehörde, Michele Harmala, erklärte gegenüber CNN, dass das Smartphone-Verbot in den Toiletten dafür da sei, um Schüler vor unangebrachten Fotos zu schützen und nicht um nötige Wartungsarbeiten vor Fotos zu schützen.

Harmala hatte laut CNN zudem festgestellt, dass die Schule, das Wasserproblem zunächst nicht gemeldet hatte. Nach dem Aufruhr um die Fotos der Schülerin habe sie nun aber Kontakt mit der Schule aufgenommen.

Die Suspendierung der Schülerin sei aus den Akten gestrichen worden und Handwerker kümmere sich nun um den Wasserhahn, der rostete und ersetzt werden muss, erklärte Harmala.

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(lp)