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Experten warnen: Flüchtlinge sind häufig süchtig nach Sportwetten

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SPORTWETTEN
Migranten verlassen ein Wettbüro in Wien | ullstein bild via Getty Images
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  • Experten sorgen sich, dass Flüchtlinge vermehrt Spielsüchtig werden
  • Vor allem bei Sportereignissen würden Flüchtlinge häufig wetten
  • Für die Suchtberatung seien sie kaum zugänglich

Sportwetten verleiten Flüchtlinge verstärkt zum Einsatz ihres knappen Geldes. Das beobachten Suchtforscher wie die Glücksspielexpertin der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen, Martina Kuhnt.

Ihr zufolge bewegen chronischer Geldmangel sowie die Hoffnung auf einen großen Gewinn in Kombination mit vermeintlichem Expertenwissen in Sportfragen die Flüchtlinge zur Teilnahme an Sportwetten. Außerdem böten die Wetthallen eine Aufenthaltsmöglichkeit, mitunter auch mit Essen und Trinken.

Dabei bewegten Flüchtlinge und Migranten sich oft in eigenen Gruppen, zu denen die Suchtberatung kaum Zugang habe.

Betroffen sind zumeist Männer

Generell geben sozioökonomisch schwache Gruppen mehr Geld für Glücksspiele aus und sind entsprechend häufiger suchtgefährdet, erklärt der Hamburger Glücksspielforscher Ingo Fiedler. Viel freie Zeit, knapp bei Kasse und ohne Aussicht auf schnellen wirtschaftlichen Aufstieg - alle diese zum Glücksspiel verleitenden Faktoren träfen auf Flüchtlinge zu, sagt der Experte.

Betroffen seien zumeist Männer. Auch wenn es zu problematischem Spielverhalten von Flüchtlingen noch keine Zahlen gebe, solle die Prävention sie in den Blick nehmen.

Deshalb warnen nun Niedersachsen, Hessen und Thüringen mit einem neuen Video auf Deutsch, Türkisch und Arabisch vor den Gefahren von Sportwetten. Anlass ist der Aktionstag zur Prävention gegen Glücksspielsucht.

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