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Clinton gegen Trump: Das TV-Duell im News-Blog

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  • Eine Zusammenfassung der Debatte seht ihr im Video oben
Das erste TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist vorbei. Es scheint ein klarer Sieg für die Demokratin geworden zu sein. Die hatte den Kampf angenommen. Sie wirkte ruhig, gut vorbereitet und hatte keine Scheu, unangenehme Zitate und Details aus Trumps Vergangenheit auszugraben, um ihren Gegner zu diskreditieren.

Trump war oft in der Defensive und wiederholte streckenweise nur Altbekanntes aus seinen Wahlkampfreden. Sein Ausspruch "Ich möchte Amerika wieder großartig machen" am Schluss der Debatte wirkte hohl.

Lesen Sie hier das Streitgespräch im Protokoll.

04:35 Uhr: Trump: "Clinton hat nicht die Statur, um Präsidentin zu werden"

"Glaube nicht, dass Frau Clinton die Statur hat, um Präsidentin zu werden", ist sich Trump sicher. Sie entgegnet dass er darüber urteilen können, wenn er 112 Länder bereist und Friedensverträge unterzeichnet habe. "Ich stimme zu, Frau Clinton hat Erfahrung, aber leider nur schlechte." Damit endete das Streitgespräch.

04:30 Uhr: Trump: "Werde keinen Erstschlag starten"

Die letzte Frage befasst sich mit der Ersteinsatzpolitik. Trump hat das Wort. "Alle Länder sollen Atomwaffen abschaffen. Wir werden keinen Erstschlag starten, aber wir müssen vorbereitet sein. Schauen sie sich nur Nordkorea an."

04:25 Uhr: Trump: "Deutschland soll zahlen"

Donald Trump will, dass Deutschland und Japan und andere Länder für den Schutz durch die USA zur Kasse gebeten werden. "Sie müssen bezahlen", sagte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in der Nacht zum Dienstag in der ersten TV-Debatte mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Das gelte auch für Saudi-Arabien.

"Die größte Bedrohung der Welt ist die nukleare, nicht wie Du und Dein Präsident es sieht, der Klimawandel", sagte Trump.

04:22 Uhr: Trump lügt über seine Haltung zum Irak-Krieg

Donald Trump hat in der TV-Debatte seine falsche Behauptung wiederholt, er sei schon immer gegen den Krieg der USA im Irak gewesen. "Falsch, falsch", sagte er, als Clinton ihm das vorhielt.

Trump hat den Einmarsch in den Irak nachweislich zunächst gutgeheißen. Erst später hat er seine Meinung geändert.

04:09 Uhr: Clinton wirft Trump Rassismus vor

Moderator Lester holt, spricht nun Trumps Behauptung an, das der US-Präsident Barack Obama nicht in den USA, sondern in Kenia geboren wurde. Der hatte daraufhin seine Geburtsurkunde vorgelegt, die zeigt, dass er in den USA auf die Welt kam.

Trump behauptet seit Jahren, Obama sei kein US-Amerikaner und unterstellt damit, er sei illegitimes Staatsoberhaupt. Clinton nennt dies eine "rassistische Lüge". Sie weist darauf hin, dass Trump in den 70iger Jahren von einem Gericht verklagt wurde, weil er nicht bereit war, an Afroamerikaner zu vermieten.

Trump daraufhin: "Die afroamerikanische Gemeinschaft wurde von Politikern vergessen. Sie reden im Wahlkampf gut daher, und nach der Wahl sagen sie: See you later!"

03:55 Uhr: Trump fordert "stop an frisk"

Jetzt geht es um die Wafffengesetze das Landes. "Wir müssen die Waffen aus den Händen derer wegnehmen, die sie nicht tragen sollten", sagt Clinton.

Die ungleiche Behandlung von Schwarzen und Weißen ist nach Ansicht von Hillary Clinton nach wie vor eines der größten Probleme der USA. "Wir müssen das Vertrauen zwischen den Kommunen und der Polizei wiederherstellen", sagte sie in der TV-Debatte. Jeder müsse sich an das Gesetz halten.

Donald Trump sagte, das Problem sei eine Abwesenheit von "stop and frisk", ein Konzept, bei denen Polizisten ohne Anlass Menschen anhalten und durchsuchen dürfen.

03:43 Uhr: Noch mehr schmutzige Wäsche

Es wird noch schmutziger. Clinton versucht, Trump als unseriösen Geschäftsmann darzustellen. Sie spricht von Tausende Menschen, denen Trump übel mitgespielt haben. So spricht sie von einem Architekten, den der Republikaner angeblich nicht das vereinbarte Honorar gezahlt habe. Sie erwähnt auch die sechs Insolvenzen, die Trump hinter sich hat. Der spricht von "Gesetzen unsere Landes", die er genutzt habe. Punktsieg für Clinton.

03:40 Uhr: Trump schrill, Clinton gut vorbereitet

Je weiter der erste Teil der TV-Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten voranschritt, umso unruhiger wirkte Donald Trump. Sein Ton war auffallend schrill. Wenn Clinton sprach, verzog er das Gesicht. Kontrahentin Hillary Clinton lächelte, wenn Trump redete.

Clinton wiederholte, dass die Nutzung eines privaten E-Mailservers als Außenministerin ein Fehler gewesen sei, für den sie die Verantwortung übernehme.

03:35 Uhr: Clinton unterstellt Trump, Schulden zu haben

Jetzt wird es schmutzig. Es geht um Trumps Geschäfte. Clinton fragt ihn, warum er seine Steuerunterlagen nicht veröffentlicht.

Die sind seit Wochen Diskussionsthema in den USA. Traditionell veröffentlichen Präsidentschaftskandidaten die Papiere, Clinton hat es ebenfalls getan. Trump weigert sich beharrlich. "Irgendetwas versteckt er", sagte Clinton

Trump verspricht, seine Unterlagen zu veröffentlichen, wenn Clinton ihre 30.000 E-Mails veröffentlicht, die sie gelöscht habe. Jetzt beißt Clinton zu: Sie unterstellt Trump, dass er nicht so reich ist, wie er vorgibt zu sein und Schulden zu haben.

03:27Uhr: Clinton: "Sie leben in ihrer eigenen Realität"

Donald Trump und Hillary Clinton sind bei ihrem ersten TV-Duell als Präsidentschaftskandidaten beim Thema Handelsabkommen erstmals hart aneinandergeraten. Trump warf Clinton mehrmals vor, ihre Ansicht zur Transpazifischen Handelspartnerschaft unter zwölf Pazifikanrainern mehrmals geändert zu haben.

"Sie haben gehört, was ich dazu gesagt habe und dann waren Sie dagegen", sagte Trump. Clinton widersprach dem. "Sie leben in ihrer eigenen Realität", wirft sie Trump vor.

03:10 Uhr: Trump: "Unsere Arbeitsplätze gehen nach Mexiko"

Clinton spricht vage davon, dass sie in die Infrastruktur investieren und Arbeitsplätze schaffen will.

"Wir brauchen eine Wirtschaft, die für alle funktioniert", sagte sie bei dem ersten von bis zu drei TV-Duellen mit Trump. Clinton forderte mehr Sozialleistungen wie bezahlten Mutterschutzzeiten und Krankengeld für Beschäftigte und eine Entschuldung für Studenten. Die Reichen müssten ihren Teil für die Gesellschaft leisten, forderte Clinton. Ihren Kontrahenten begrüßte sie freundlich: "Donald, gut Dich hier zu haben."

Trump wird konkreter: "Unsere Arbeitsplätze gehen nach Mexiko" sagt er - und nennt konkret das Beispiel eines Klimaanlagenherstellers.

"Wir müssen beenden, dass uns so viele Jobs gestohlen werden, sagte er. Er verspricht unter seiner Präsidentschaft "Arbeitsplätze, wie wir sie seit Ronald Reagan nicht mehr gesehen haben".

03.06 Uhr: Es geht los.

Wie erreichen wir Wohlstand? Mit diesem Thema geht es los. Hillary Clinton hat das Wort.

02:48 Uhr: Clinton trifft in rotem Anzug zur Debatte ein

Hillary Clinton ist zur ersten TV-Debatte mit Donald Trump auf dem Gelände der Hofstra-Universität in Hempstead (New York) eingetroffen. Fernsehbilder zeigten sie in einem flammendroten Hosenanzug - erwartet worden war von vielen eine blaue Jacke.

Trump war Stunden vorher eingetroffen. Er war in einem dunklen Anzug zu sehen und trug noch keine Krawatte.

Das Publikum im Saal wurde kurz vor dem Start des Fernsehduells nochmals eindringlich instruiert, sich während der Debatte still zu verhalten. Klatschen, Buhrufe oder Ähnliches sind strikt untersagt.

2:20 Uhr: Wissenschaftler: TV-Debatte wird von extremem Hype begleitet

Das Interesse an der TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist nach Ansicht des Debattenexperten Aaron Kall auf einem historischen Rekordniveau. Es gebe einen regelrechten Hype, sagte der Wissenschaftler kurz vor der Debatte in Hempstead der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Einsatz könnte nicht höher sein", sagte Kall. Er verwies auf neue landesweite Umfragen, in denen sich Clinton und Trump ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

"Für ein Event, das möglicherweise 100 Millionen Zuschauer erreicht, könnte es keinen wichtigeren Zeitpunkt geben." Die Erwartungen könnten aber überzogen sein, sagte Kall. "Vielleicht wird es auch zum Gähnen langweilig."

01:41 Uhr: Allein die "New York Times" hat 18 Faktenchecker für die TV-Debatte

Allein die "New York Times" wird die erste TV-Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in der Nacht zum Dienstag mit nicht weniger als 18 Reportern einem sofortigen Faktencheck unterziehen. Nach Angaben der Zeitung sitzen die Teams auf Washington und New York verteilt. Bloomberg TV will seine Übertragung der 90-minütigen Debatte nach eigenen Angaben mit einem eingeblendeten Live-Faktencheck begleiten.

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