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Experten fordern: Alle Flüchtlinge sollen Sprachkurse und Hartz IV bekommen

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REFUGEES BERLIN
Experten fordern: Alle Flüchtlinge sollen Sprachkurse und Hartz IV bekommen | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Ein Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung plädiert dafür, dass alle Flüchtlinge Hartz IV bekommen
  • Das gelte auch für Flüchtlinge mit "schlechter Bleibeperspektive"

Angesichts der Schwierigkeiten bei der "Rückführung" abgelehnter Asylbewerber wird der Ruf nach Integrationsangeboten für alle lauter.

Spätestens wenn Asylsuchende auf die Kommunen verteilt würden, müssten auch Menschen mit "schlechter Bleibeperspektive", sofern keine Aussicht auf eine schnelle Rückkehr in die Heimat bestehe, Zugang zu Sprache, Ausbildung und Arbeit erhalten, heißt es in einem Gutachten, das der Politologe Dietrich Thränhardt und die Sozialpädagogin Karin Weiss für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) verfasst haben.

Denn selbst bei einer Rückkehr in das Heimatland könnten Deutschkenntnisse und berufliche Kompetenzen von Vorteil sein - für den Betroffenen und für den Herkunftsstaat.

Ein Gesetz soll zudem abgeschafft werden

Die SPD-nahe Stiftung plädierte am Montag außerdem für eine Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Stattdessen sollte jeder Flüchtling Hartz-IV-Leistungen erhalten.

Damit könne man sich einen "erheblichen Bürokratieaufwand" sparen. Die FES sprach sich zudem für eine Stärkung der Verantwortung der Kommunen in der Flüchtlingspolitik aus. Gleichzeitig betont sie, dies müsse mit der "Durchsetzung verbindlicher Mindeststandards" einhergehen.

Sonst sei "angesichts steigender Skepsis in der Bevölkerung durchaus vorstellbar, dass einige Kommunen eine neu zugestandene Kompetenz nutzen würden, um für Flüchtlinge unattraktiver zu werden".

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