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Dieses Foto mit Hillary Clinton zeigt, was in unserer Gesellschaft gerade schief läuft

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Kaum ein Bild aus den vergangenen Monaten zeigt auf so verstörende Weise, welche Ausmaße der Selfie-Wahn in unserer Gesellschaft inzwischen angenommen hat.

Es zeigt Hillary Clinton bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Orlando. Der Saal ist voll mit Anhängern der Demokraten. Das Absurde: Anstatt sie anzusehen, haben praktisch alle Clinton den Rücken zugedreht - mit in die Höhe gereckten Smartphones versuchen sie, ein Selfie mit der Präsidentschaftskandidatin zu schießen.

Ein Mitarbeiter in Clintons Wahlkampf-Team lud das Bild auf Twitter hoch, wo es bereits zehntausende Male geteilt und geliked wurde.

Es ist unklar, ob Clinton die Fotomöglichkeit geplant hat oder ob der Moment spontan entstanden ist.

Eines steht jedoch fest: Das Bild zeigt den Narzissmus und die Selbstbezogenheit gerade junger Menschen, die dem Begriff “Generation Selfie” alle Ehre machen - und eine Berühmtheit wie Clinton lieber von hinten durch ihre Kameralinse sehen als leibhaftig vor sich.

Im Internet ruft das Foto gemischte Reaktionen hervor.

Die meisten sind geschockt, wie sehr sich die Fotografie und unser Verhältnis dazu in den vergangenen zehn Jahren verändert haben:

Jemand hat übrigens einen der wenigen Menschen in der Menge ausgemacht, der Clinton nicht den Rücken zugewendet hat. Es ist - wenig überraschend - ein älterer Mann. “Gebt ihm eine Medaille”, schreibt der Twitter-Nutzer dazu.

UPDATE 28.9.: Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Clinton selbst ihre Anhänger zu dem Selfie aufgerufen hat. In einem Video, das ein Besucher der Veranstaltung aufgenommen hat, ist zu hören, wie die Präsidentschaftskandidatin sagt "Jeder, der ein Selfie möchte, dreht sich jetzt um".

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(lp)