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"Habe ich nie gesagt": An diesen Stellen hat Trump beim TV-Duell nachweislich gelogen

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Vor der ersten TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump kursierte in den USA die nicht ganz ernst gemeinte Warnung vor Trinkspielen während der 90 Duell-Minuten.

"Vielleicht haben Sie vor, immer dann einen zu heben, wenn Trump lügt", schrieb das Portal "Raw Story". Das sei aber nicht nur gefährlich, sondern potenziell tödlich. Immerhin habe das Portal "Politico" errechnet, dass Trump in seinen Statements binnen nur fünf Tagen zwischen dem 15. und 20. September durchschnittlich alle drei Minuten und 15 Sekunden gelogen habe. In diesen Intervallen trinke man sich während der TV-Debatte möglicherweise blitzschnell in eine Alkoholvergiftung.

Nach dem Ende der Debatte zeigte sich, dass diese Warnung nicht unbegründet war. Denn Trump hat an mehreren Stellen nachweislich gelogen.

"Ich habe den Irak-Krieg nie unterstützt"

Donald Trump hat in der TV-Debatte seine falsche Behauptung wiederholt, er sei schon immer gegen den Krieg der USA im Irak gewesen. "Falsch, falsch", sagte er, als Clinton ihm das vorhielt.

Trump hat den Einmarsch in den Irak nachweislich zunächst gutgeheißen. Das sagte er in einem Interview mit Howard Stern. Erst später hat er seine Meinung geändert.

"Ich habe den Klimawandel nie geleugnet"

Während der TV-Debatte sagte Hillary Clinton, dass es Teil ihres Plans sei, durch erneuerbare Energien für Arbeitsplätze zu sorgen. Sie warf Trump vor, dass er den Klimawandel als Erfindung der chinesischen Regierung abgetan habe.

"Das habe ich nie gesagt", warf Trump ein. Doch, das hat er:

"Obama wurde nicht in den USA geboren"

Moderator Lester Holt sprach Trumps Behauptung an, dass US-Präsident Barack Obama nicht in den USA, sondern in Kenia geboren worden sei. Das war nachweislich falsch: Der hatte daraufhin seine Geburtsurkunde vorgelegt, die zeigt, dass er in Hawaii in den USA auf die Welt kam.

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Trump wiederholte diese Lüge nicht, aber antwortete ausweichend: Er sei stolz darauf, dass er Obama dazu gebracht habe, seine Geburtsurkunde vorzulegen.

Clinton nennt Trumps Anfangsbehauptung eine "rassistische Lüge"."Donald Trump hat gerade offen zugegeben, was er zum Thema Geburtsrecht und schwarz oder weiß zu sagen hat. Er hat auf einer Lüge aufbauend jahrelang behauptet, dass unser Präsident nicht rechtmäßig im Amt sei", sagte Clinton.

"Ich habe nur einen kleinen Kredit von meinem Vater bekommen"

Clinton versuchte, Trump als einen Geschäftsmann darzustellen, der seinen Erfolg nur der gewaltigen Summe Geld verdanke, die ihm sein Vater überlassen habe. Trump entgegnete, er habe nur einen "kleinen Kredit" von seinem Vater erhalten. Das stimmt aber nachweislich nicht - es waren Millionen Dollar.

"Ich habe Schwangere nie als 'ungünstig für Unternehmen' bezeichnet"

Clinton wies darauf hin, dass Trump schwangere Frauen als "ungünstig für Unternehmen" bezeichnet hatte. Er behauptete, dass habe er nicht gesagt. Hat er aber, und zwar in einem Interview mit dem Sender NBC im Jahr 2004.

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