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Stoiber glaubt nicht an Kanzlerkandidatur von Seehofer

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EDMUND STOIBER
Lukas Barth / Reuters
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  • Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber glaubt nicht an eine Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Horst Seehofer
  • Seehofer habe diesen Anspruch nie erhoben, sagt Stoiber

Der CSU-Ehrenvorsitzende und ehemalige Unions-Kanzlerkandidat, Edmund Stoiber, geht davon aus, dass sich CSU-Chef Horst Seehofer nicht um die Kanzlerschaft bewerben wird.

"Der Kanzlerkandidat kommt in der Regel aus der größeren Partei", sagte Stoiber der "Bild am Sonntag".

Seehofer habe diesen Anspruch nie erhoben

Er zeigte Verständnis für Seehofers zurückhaltende Position in der Kanzlerfrage.

"Strauß wollte Kanzler werden, und ich wollte es auch", resümierte Stoiber seine eigene Vergangenheit. Horst Seehofer hat diesen Anspruch nie erhoben." Seehofer habe immer gesagt, man wolle mit Angela Merkel die Wahl gewinnen.

Bislang hat Seehofer offen gelassen, ob er vielleicht doch selbst gerne Kanzler werden würde und dafür auch Merkel Unions-intern herausfordern würde.

Von Mai 1993 bis September 2007 war Stoiber bayerischer Ministerpräsident und von 1999 bis 2007 Vorsitzender der CSU. Seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender der Partei.

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CSU-Politiker scheiterten bisher immer mit ihrer Kanzlerkandidatur

Franz Josef Strauß und Stoiber waren die bisher einzigen Unions-Kanzlerkandidaten, die aus der CSU stammten - beide unterlagen ihren SPD-Kontrahenten Helmut Schmidt (1980) und Gerhard Schröder (2002).

Einer möglichen Abspaltung der CSU von der CDU erteilte Stoiber, der am Mittwoch 75 Jahre alt wird, zudem eine klare Absage.

Zuletzt sah es nach einem Treffen von CSU und CDU-Spitzen nach einer baldigen Beilegung des Streits um eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen aus.

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