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Das Wunder auf dem deutschen Arbeitsmarkt soll 2017 wegen der Flüchtlingskrise enden

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ARBEITSLOSE
(GERMANY OUT) Deutschland, Sachsen-Anhalt: Arbeitsamt in Wittenberg: wartende Arbeitslose vor dem Informationsstand (Photo by Schellhorn/ullstein bild via Getty Images) | ullstein bild via Getty Images
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  • Die Arbeitslosigkeit soll Volkswirten deutscher Großbanken und den Wirtschaftsweisen zufolge im kommenden Jahr spürbar steigen
  • Der Grund dafür ist die Flüchtlingskrise
  • Ein regierungsnahes Wirtschaftsinstitut ist dagegen weit optimistischer

Das Jahr 2017 wird nach Prognosen von Volkswirten für den deutschen Arbeitsmarkt ein eher schwieriges Jahr. Angesichts der immer stärker auf den Arbeitsmarkt drängenden Flüchtlinge und der Brexit-Folgen sei ein Anstieg der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit kaum zu verhindern, berichteten Ökonomen deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bereits Ende März war der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu einer düsteren Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt im kommenden Jahr gekommen. Den sogenannten Wirtschaftsweisen zufolge werden dem Arbeitsmarkt 2017 rund 360.000 anerkannte Flüchtlinge zur Verfügung stehen, von denen ein Großteil zunächst erwerbslos sein werde, prophezeiten die fünf deutschen Top-Ökonomen.

Prognose: 250.000 Arbeitslose mehr aufgrund von Flüchtlings-Zuwanderung

Die Ökonomen gingen „von etwa 250.000 zusätzlichen Arbeitslosen infolge der Flüchtlingsmigration“ für das kommende Jahr aus. Die Zahl der Arbeitslosen werde sich deshalb der Drei-Millionen-Marke annähern.

Die Erwartungen der Ökonomen stehen jedoch in deutlichem Widerspruch zur jüngsten Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von Mitte vergangener Woche. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit geht für 2017 überraschend von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 70.000 auf 2,62 Millionen aus.

Mit Material von dpa

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