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Forscher fanden Skelette auf einem römischen Friedhof, mit denen etwas gewaltig nicht stimmt

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CEMETERY LONDON
Auf einem antiken Friedhof in London wurden zwei Skelette entdeckt, die körperliche Merkmale asiatischer Menschen aufweisen | ASSOCIATED PRESS
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  • Auf einem römischen Friedhof in London wurden zwei Skelette entdeckt, die körperliche Merkmale asiatischer Menschen aufweisen
  • Forscher gehen davon aus, dass sie aus dem antiken China stammen
  • Das würde darauf hindeuten, dass zwischen den beiden Reichen eine engere Beziehung bestand, als bisher angenommen

Archäologen haben auf einem römischen Friedhof in London einen bemerkenswerten Fund gemacht. Die Forscher entdeckten zwei Skelette, deren Körperbau und Schädelform stark darauf hindeuten, dass es sich dabei um Menschen aus Asien handelt. Das berichtet die britische Tageszeitung "Daily Mail".

Der untersuchte Friedhof stammt aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert nach Christus. Der Fund sei also ein Indiz dafür, so die Forscher, dass die Verbindung zwischen dem römischen Imperium und dem chinesischen Kaiserreich enger war als bisher angenommen.

Globalisierung in der antiken Welt

Dass die beiden antiken Mächte Handel entlang der Seidenstraße getrieben haben, ist keine neue Erkenntnis. Gegen eine dichtere Verflechtung sprach aber bis jetzt immer, dass nur einmal Überreste eines Menschen mit asiatischen Vorfahren in einer Stätte des römischen Reiches gefunden worden waren.

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Die Entdeckung in London zeichnet nun ein anderes Bild der Antike. Sie deutet vielmehr auf eine globalisierte Welt hin, in der nicht nur die Waren, sondern auch die Menschen frei über weite Strecken verkehrten.

Hinweise auf ein Immigranten-Viertel

Bisher sind sich die Forscher uneins, wie die Menschen, deren Überreste sie gefunden haben, nach London gelangten.

Rebecca Redfern erklärt in einem Aufsatz, aus dem die britische Tageszeitung "Daily Mail" zitiert: "Viele Menschen reisten oft weite Distanzen, um zu handeln oder aufgrund ihres Berufs, zum Beispiel im Militär. Oder weil sie Sklaven waren."

Die Untersuchung der anderen Skelette spreche jedoch gegen diese Theorie. Die Ergebnisse deuteten vielmehr daraufhin, dass der römische Friedhof in einem Viertel von Immigranten gelegen haben müsse. Denn von den 22 untersuchten Skeletten seien vier afrikanisch, zwei chinesisch und fünf aus dem Mittelmeerraum.

Eine DNA-Analyse soll jetzt die Geschichte hinter den Funden aufklären. So fragen sich die Forscher, ob es sich bei den Menschen aus fernen Ländern um Neuankömmlinge handelte - oder um den Nachwuchs von Sklaven, die auf die britischen Inseln gebracht worden waren.

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