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Arbeitgeberpräsident: Fremdenhass schadet der deutschen Wirtschaft

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RECHTSRADIKALE
Vertreter der Neonazi-Splitterpartei 'Dritter Weg' | ullstein bild via Getty Images
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  • Die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland bedroht den Wirtschaftsstandort
  • Daran hätten auch Politiker schuld, sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer befürchtet, dass die Wirtschaft leiden könnte, wenn die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland weiter um sich greift.

"Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir im Ausland für unsere Willkommenskultur gefeiert wurden. Das ändert sich gerade. Jetzt zeigt sich ein anderes Bild", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der "Passauer Neuen Presse".

"Wenn nachhaltig der Eindruck entsteht, dass der Fremdenhass stärker ist als die Willkommenskultur, wird das ein großes Problem. Das könnte unter anderem dazu führen, dass das Image deutscher Produkte leidet und die Investitionsbereitschaft zurückgeht."

"Wäre ihnen vor kurzem peinlich gewesen"

Kramer hält die Politiker für mitverantwortlich an der geänderten Stimmung. "Leider äußern sich Politiker heute gegenüber Flüchtlingen und Fremden in einer Weise, die ihnen vor einiger Zeit peinlich gewesen wäre. Das ist unerträglich."

Kramer warnte zugleich vor einer Nachahmung der AfD: "Vielleicht denkt mancher Politiker, dass die Bürger bei den etablierten Parteien bleiben, wenn sie sich in dieser Schärfe gegenüber Flüchtlingen äußern. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wer gegen Fremde ist, sucht sich das Original und nicht die Kopie. Man gräbt der AfD nicht das Wasser ab, indem man argumentiert wie sie."

Erst kürzlich hatte ein Report der Bundesregierung davor gewarnt, dass der Rechtsradikalismus in Ostdeutschland die wirtschaftliche Entwicklung gefährde.

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