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Kassierer hilft einer alten Frau Münzen zu zählen - das veränderte sein Leben für immer

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Dank einer freundlichen Geste gegenüber einer alten Frau hat ein Supermarkt-Angestellter sein Leben verändern können. Sein Beispiel zeigt: Freundlichkeit zahlt sich aus.

Ishmael Gilbert arbeitete noch vor acht Monaten als Kassierer in der Supermarktkette Target im US-Bundesstaat Indiana. An einem Tag stand die genervte Mutter Sarah Bigler mit ihren beiden Kindern Eloise und Archie in der Schlange bei Gilberts Kasse. Vor ihr: Eine ältere Dame, die sehr langsam die Münzen abzählte.

Gilbert wurde durch einen Facebook-Post berühmt

Bigler schrieb in einem Facebook Post, der landesweit für Aufsehen sorgte und über 30.000 Mal geteilt wurde:

"Aber dann sah ich, wie der junge Angestellte mit der Frau umging. Er nahm ihr die Münzen sanft aus der zitternden Hand. Ich hörte, wie er wiederholt zu ihr 'Ja, natürlich’ sagte. Als sie fragte, ob sie eine wiederverwendbare Tüte haben könnte, ging er zwei Regale weiter und packte ihre Sachen um. Nicht einmal stöhnte oder seufzte er oder rollte mit den Augen. Er war einfach nur geduldig und freundlich.

Als ich ihm zusah, merkte ich, dass Eloise das auch tat. Sie stand neben der Frau und beobachtete, wie der Angestellte die Münzen zählte. Mir wurde klar, dass ich nicht aufgehalten worden war. Nein, meine Tochter bekam so mit, was Freundlichkeit und Geduld bedeuten – von einem Fremden. Außerdem wurde mir klar, dass ich auch mal wieder daran erinnert werden musste.“

Der Supermarkt-Angestellte wurde für seine Freundlichkeit gefeiert

Nach ihrem Einkauf suchte Bigler sofort die Managerin des Supermarktes auf: "Ich wollte, dass sie weiß, dass dieser Kassierer so geduldig und freundlich ist, und was das für mich bedeutete. Als ich mit ihr gesprochen hatte, verließ ich Target mit einem Wagen voller Lebensmittel und einer Lektion in Sachen Dankbarkeit. Wenn ihr jemals in den Glendale Target geht, dann schenkt Ishmael ein Lächeln. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn."

Und genau das dachte ein nicht unbeträchtlicher Teil der Welt auch.

Durch den Facebook-Post wurde Gilbert eine Berühmtheit – obwohl er in seinem Verhalten gegenüber der älteren Dame keine Besonderheit sah, wie er gegenüber dem US-Sender "SuperSoul.tv“ sagte: "Ich habe sie nur so behandelt, wie meine eigene Großmutter, um ehrlich zu sein. (...) Ich habe ihr nur geholfen und sie hat sich gefreut. Das war das Beste daran.“

Trotzdem reisten Menschen aus anderen Bundesstaaten extra an, um bei ihm einzukaufen und machten Fotos von ihm - Zeitungen berichteten von Gilberts Freundlichkeit.

Ein neuer Job für Gilbert

So hörte auch Gilberts zukünftige Chefin von ihm – und sie machte sich vor Ort ein Bild von Gilberts Geduld und Freundlichkeit. Sie war beeindruckt, hinterließ ihm ihre Visitenkarte und bat ihn, sich bei ihr zu melden.

Als er sie anrief, lud sie ihn zu einem Bewerbungsgespräch ein. Sie leitet das Dialyse-Zentrum in der Nähe des Supermarkts und sie suchte jemanden mit Empathie und Herz, der in ihrer Klinik Patienten betreut. "Sie sagten, sie würden meinen Umgang mit den Kunden sehr gut finden und sich deshalb wünschen, dass ich bei ihnen in der Klinik arbeite“, erzählte Gilbert "SuperSoul.tv“.

Der junge Vater bekam aber in der Dialyse-Klinik nicht nur einen Job in der Patientenfürsorge, sein neuer Arbeitgeber zahlt ihm auch eine Ausbildung zum Techniker für Dialysegeräte und das teure Studium zum Krankenpfleger (in den USA ist dieser Beruf viel besser bezahlt und nur mit einem Universitätsabschluss erreichbar).

"Es läuft super“, sagte Gilbert über seinen neuen Job. "Wenn Gutes im Leben passiert, dann darf man nicht immer nach dem Warum fragen, manchmal muss man es einfach nehmen, wie es kommt.“

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