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"Virginia": Wer "Akte X" mag, der könnte das Mystery-Game lieben

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Irgendwo zwischen "Akte X" und "Twin Peaks" liegt "Virginia". Aus einem kleinen Dorf in eben jenem US-Bundesstaat verschwindet im Sommer 1992 ein Junge spurlos. Und Spieler sollen herausfinden, was passiert ist - aus der Perspektive der jungen FBI-Agentin Anne Tarver. Doch ein einfacher Fall ist es nicht, wie mancher bestimmt schon vermutet.

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"'Virginia' ist stark von den Filmen und Fernsehserien inspiriert, mit denen ich aufgewachsen bin", erklärt Terry Kenny, neben Jonathan Burroughs einer der Köpfe hinter dem Game. "Aber das Spiel hat eine eigene Identität gefunden. Und das umfasst sowohl die Story als auch die Präsentation, wie den an Kunstmalerei angelehnten Grafikstil." Recht hat er damit. Die eigensinnige Grafik, ein mitreißender Soundtrack der Prager Philharmoniker und die trotz aller Hommagen und Anlehnungen spannende Story machen aus "Virginia" ein eigenständiges Erlebnis, das Fans der erwähnten Serien direkt von Beginn an in eine wohlig bekannte - und gleichzeitig unbekannte - Welt aus Unklarheiten und Rätseln entführt.

Keine Dialoge?

Dabei ist das Spiel ein recht unorthodoxes Erlebnis, das sich nur schwierig mit anderen Titeln vergleichen lässt. Es geht vor allem um die Geschichte, die nur durch die Szenerien, die Ereignisse und die Körpersprache der Charaktere erzählt wird. Dialoge gibt es nicht. Nicht von ungefähr werden sich viele bei all dem oft an "Twin Peaks" und andere Werke von David Lynch (70) erinnert fühlen.

Wer auch nur geringfügig etwas mit Story-basierten Indie-Hits wie "Firewatch" oder "Gone Home" anfangen kann und Serien wie "True Detective" oder eben auch "Akte X" und "Twin Peaks" mag, der sollte auf jeden Fall eine Reise nach "Virginia" wagen. Erhältlich ist das Spiel als digitaler Download via Steam für PC und Mac sowie für PS4 und Xbox One zum Preis von knapp zehn Euro.