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In diesem Supermarkt könnt ihr so viel bezahlen, wie ihr wollt

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FOOD STORE
In diesem Supermarkt kann jeder so viel bezahlen, wie er will | Thomas Northcut via Getty Images
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In Großbritannien landen rund 15 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich in der Tonne - so viel, wie in keinem anderen europäischen Land.

Gleichzeitig leben geschätzt rund 13 Millionen Briten in Armut. Sie müssen sich tagtäglich darüber Gedanken machen, wie sie sich und ihre Familie ernähren können.

Die Organisation Real Junk Food Project will gegen diesen Missstand vorgehen: Diesen Monat eröffnete die Gruppe den ersten Supermarkt für Lebensmittelreste nahe der englischen Stadt Leeds.

Flexible Bezahlung für frische Lebensmittel

Im "Warehouse" können Menschen frische Lebensmittel kaufen, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären. Allerdings bezahlen sie dafür keine regulären Supermarktpreise sondern nur so viel, wie sie zahlen möchten - oder eben können.

"Das Essen stammt aus Kleingärten, von Supermärkten, Cafés, Restaurants, Lebensmittel-Fotografen, Groß-Veranstaltungen und Essensausgaben", erklärt die Organisation auf ihrer Website.

Obwohl der erste Supermarkt erst diesen Monat eröffnete, scheint der Bedarf groß. Adam Smith, Gründer von Real Junk Food Project, sagte im Interview mit der britischen Nachrichtenseite "The Independent", man plane in naher Zukunft ein Warehouse in jeder Stadt Großbritanniens zu eröffnen.

"Wir sind auf freiwillige Mitarbeiter angewiesen"

"Jede Stadt soll irgendwann eine zentrale Lagerstelle, einen Supermarkt und ein Fuel for School Projekt (eine weitere Initiative, die Schulcafeterias mit Lebensmitteln ausstattet, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären, Anm. d. Red.) erhalten", sagte Smith.

Auch Cafés, die nach dem gleichen freiwilligen Zahlsystem funktionieren, soll es vermehrt geben.

Menschen, die wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben, können trotzdem etwas zurückgeben. "Wir sind auf freiwillige Mitarbeiter angewiesen", sagte dazu Smith dem "Independent".

"Fahren, verpacken, putzen, sortieren - es gibt viele Möglichkeiten, dem Projekt zu helfen".

Zielgruppe: Menschen

Das Angebot soll sich allerdings nicht einzig und allein an Bedürftige richten. "Wir kümmern uns nicht nur um 'Obdachlose' oder um 'Menschen in Not', oder um 'Flüchtlinge'. Sondern um jeden Menschen", heißt es in einem Statement auf der Website der Organisation.

"Wir glauben dass die Lebensmittel, die Supermärkte und Co. wegwerfen für die Ernährung von Menschen geeignet ist - also ist das unsere Zielgruppe: Menschen."

Auch in Deutschland sagen diverse Initiativen der Verschwendung den Kampf an. So eröffnete im Frühling 2016 in Berlin-Neukölln das erste Reste-Restaurants Deutschlands. Dort kommt nur das auf den Teller, was sonst in die Tonne gewandert wäre.

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(lp)