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"Eine Form des Terrorismus": Der Papst kritisiert die Medien

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POPE FRANCIS
Der Papst erinnerte am Donnerstag an die Verantwortung von Medien. | Pacific Press via Getty Images
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  • Der Papst hat am Donnerstag vor Mitgliedern des italienischen Journalistenverbandes die Medien kritisiert
  • Journalismus, der auf Klatsch und Gerüchten beruhe, sei eine Form des Terrorismus

Papst Franziskus hat am Donnerstag mit deutlichen Worten an die Verantwortung der Medien appelliert.

Journalismus, der auf Klatsch und Gerüchten beruht, sei eine Form des Terrorismus, sagte der Papst bei einer Audienz mit mehreren hundert Mitgliedern des italienischen Journalistenverbands im Vatikan. Medien, die ganze Bevölkerungsgruppen in Stereotypen pressten und Angst vor Zuwanderung anfachten, würden zerstörerisch handeln.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte der Papst, dass das Verbreiten von Gerüchten ein Beispiel sei für "Terrorismus, der Menschen mit der Zunge tötet". Journalisten würden deshalb eine besondere Verantwortung tragen, weil sie mit ihren Worten jeden erreichen können.

Papst: Journalisten sollen keine Ängste schüren

Papst Franziskus sagte dies auch in Hinblick auf die Berichterstattung über Migration und Flucht. Journalisten sollten keinesfalls Ängste schüren, wie beispielsweise vor der Zuwanderung von Menschen, die Hunger und Krieg entkommen wollen.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte sich zuvor schon wiederholt für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten stark gemacht.

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(lk)