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Schäuble: Was mit Horst Seehofer gemacht wird, "ist eine Unverschämtheit"

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SEEHOFER SCHAEUBLE
Gruppenbild mit Dame | Thomas Lohnes via Getty Images
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  • Schäuble hat sich zum Streit in der Union geäußert
  • Und Horst Seehofer den Rücken gestärkt
  • Zu Merkel dagegen wollte er nichts sagen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich zum Streit zwischen Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer zu Wort gemeldet.

Dem Magazin "Wirtschaftswoche" sagte Schäuble in einem Interview zu dem unionsinternen Streit: “Was bringt es, immer gleich in jeder Auseinandersetzung das Ende einer Partei heraufzubeschwören? Es ist doch nicht so, dass der eine nur für Sicherheit ist und der andere nur für Toleranz und Offenheit."

Schäuble lobt Bayern überschwenglich

Und weiter: "Es ist eine Unverschämtheit, etwa dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu unterstellen, ausgerechnet er sei gegen einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. In Bayern gibt es weniger rechtsextreme Anschläge auf Flüchtlinge als woanders."

Mehr zum Thema: Was Schäuble hier über sein Verhältnis zu Merkel sagt, überrascht die Zuschauer

Die Bayern hätten den Zustrom der Flüchtlinge im vergangenen Herbst herausragend bewältigt und vor Ort menschliche Größe gezeigt. Verschiedene Meinungen zuzulassen, gehöre zu seinem Verständnis von Volkspartei und von konservativer Politik. "Es gibt eben nicht nur die eine richtige Lösung. Wenn sie das haben wollen, haben sie keine Meinungsfreiheit mehr“, sagte Schäuble.

Zugeknöpft beim Thema Merkel

Auf die Frage, wie er als dienstältester deutscher Minister eine Kanzlerinnendämmerung definiere, sagte Schäuble: "Da bin ich kein Experte. Ich kenne nur Götterdämmerung, aber das kommt mehr in der Oper vor."

Schäuble stärkt also Seehofer den Rücken - und sagt zu Merkels Zukunft: eher wenig. Bricht hier die nächste Front im unionsinternen Streit aus?

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(lk)