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CSU-Politiker: Wir müssten überhaupt keinen Flüchtling aufnehmen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
KREUZER
Thomas Kreuzer und Horst Seehofer | dpa
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  • Der Chef der CSU-Landtagsfraktion hat eine eigenwillige Theorie über Flüchtlinge
  • Er glaubt, dass Deutschland überhaupt keinen Flüchtling aufnehmen müsse
  • Viele Flüchtlinge kämen nur, um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern

Der Chef der CSU-Landtagsfraktion Thomas Kreuzer beharrt auf Grenzkontrollen und einer Obergrenze für Zuwanderer. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte er: Obergrenzen seien rechtlich kein Problem, die CSU müsse auf einer Grenze für die Zuwanderung beharren.

Weiter sagte er zum Thema Zuwanderung: "Die (Flüchtlinge, Anm. d. Red) kommen hierher, um ihre Lebensumstände zu verbessern, nicht, um sich vor Krieg in Sicherheit zu bringen." Zu diesen Flüchtlingen zählt er auch Syrer, die über die Türkei nach Deutschland einreisen. Laut Kreuzer kommen sie aus einem sicheren Drittstaat.

Kreuzer: "Müssen die Innengrenzen kontrollieren"

Kreuzer betonte: "Wir brauchten überhaupt keinen aufzunehmen."

Mehr zum Thema: Das sagt Merkel zu Seehofers Forderung nach einer Obergrenze

Schon am Mittwoch hatte Kreuzer gesagt, dass sich die Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich bewährt habe. "Wir werden versuchen, sie auch in Deutschland durchzusetzen", sagte er vor einem Treffen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im oberfränkischen Kloster Banz.

"Wir sind der Auffassung, dass, solange die Schengen-Außengrenzen nicht gesichert werden, die Innengrenzen so kontrolliert werden müssen", betonte Kreuzer. In anderen Bundesländern werde die Außengrenze derzeit überhaupt nicht kontrolliert. Dadurch sei die Einreise nach Deutschland ungehindert möglich. "Das halten wir für nicht befriedigend."

Mit Material der dpa

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(lk)