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12 Fehler, mit denen Chefs ihre besten Mitarbeiter in die Kündigung treiben

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Angestellte im Büro | Hinterhaus Productions via Getty Images
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Wenn gute Mitarbeiter kündigen, suchen Chefs die Gründe meist überall - nur nicht bei sich selbst. Dabei übersehen sie oft den Kern des Problems: Angestellte kündigen nicht ihre Jobs, sie kündigen ihren Chefs.

Die Gründe können dabei ganz unterschiedlich sein. Hier sind einige der häufigsten, die der der Psychologe Travis Bradberry in einem Gastbeitrag für die Huffington Post nennt.

1. Chefs belasten ihre Mitarbeiter zu stark

Nichts macht Angestellte so kaputt, wie wenn sie sich überarbeiten. Es ist so verlockend, die besten Mitarbeiter stärker zu fordern. Deshalb tappen viele Chefs in diese Falle. Gute Mitarbeiter mit zu viel Arbeit zu belasten, stiftet Verwirrung. Es gibt ihnen das Gefühl, für gute Arbeit bestraft zu werden.

2. Sie erkennen Einsatz nicht

Wenn ein Mitarbeiter Überstunden schiebt und auch am Wochenende sich für ein Projekt reinhängt, macht er das, um das Unternehmen voranzubringen. Umso schlimmer, wenn dieser Einsatz vom Chef nicht erkannt - oder sogar für selbstverständlich gehalten wird.

3. Sie belohnen gute Arbeit nicht

Es ist leicht, die Macht eines Schulterklopfens zu unterschätzen, vor allem bei Top-Performern. Jeder wird gerne gelobt. Jene, die wirklich hart arbeiten und alles geben, sogar besonders gerne.

4. Chefs stellen absurde Regeln auf

Wer kennt das nicht: Für alles braucht man einen Antrag, die Bürokratie scheint manchen Firmen wichtiger, als die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Sei es bei Krankheit, einem Tag Home Office oder der Nutzung des Diensthandys. Zwar wird keine dieser Sachen für sich zu einer Kündigung führen - aber diese absurden Regeln können das Fass der Unzufriedenheit zum Überlaufen bringen.

5. Ihre Mitarbeiter sind dem Chef egal

Mehr als die Hälfte der Menschen, die ihren Job aufgeben, tun dies aufgrund ihrer Beziehung zu ihrem Chef. Kluge Unternehmen stellen sicher, dass ihre Chefs eine gute Balance zwischen Professionalität und Menschlichkeit mitbringen.

6. Sie halten Versprechen nicht ein

Wenn ein Chef seinen Mitarbeitern Versprechen macht, begibt er sich dabei auf einen Drahtseilakt: Die Mitarbeiter können am Ende sehr zufrieden sein oder sie gehen.

7. Sie stellen nicht die richtigen Leute ein

Gute, hart arbeitende Mitarbeiter wollen mit gleichgesinnten Profis arbeiten. Wenn Chefs sich nicht die Mühe machen, gute neue Leute zu finden, ist das extrem demotivierend für diejenigen, die mit den neuen Kollegen zusammenarbeiten müssen.

8. Chefs befördern die Falschen

Der Kollege ist gerade befördert worden - der Grund ist aber nicht offensichtlich. Zwar hatte er in Meetings immer die große Klappe und lobte die Ideen des Chefs. Wenn es dann an die Arbeit ging, war er aber selten zu sehen. Wenn der Schein mehr zählt als die echte Leistung, macht sich Frust breit.

9. Sie lassen Mitarbeiter nicht ihren Leidenschaften nachgehen

Talentierte Mitarbeiter sind leidenschaftlich. Gibt ein Chef ihnen die Möglichkeit, ihren Leidenschaften nachzugehen, verbessern sie automatisch ihre Produktivität und Zufriedenheit.

10. Sie entwickeln kein Gefühl für ihre Mitmenschen

Wenn Chefs auf ihre Unachtsamkeit gegenüber Mitarbeitern angesprochen werden, versuchen sie sich gerne mit Worten wie "Vertrauen", "Selbstständigkeit" und "Eigenverantwortung" aus der Affäre zu ziehen. Das ist totaler Nonsens.

Gute Chefs führen - egal, wie gut der Mitarbeiter in seinem Job ist. Sie sind aufmerksam, hören zu und geben ständig Feedback.

11. Sie schaffen es nicht, die Kreativität der Mitarbeiter einzubinden

Wirklich gute Mitarbeiter versuchen, alles zu verbessern, was ihnen in die Finger kommt. Wird ihnen die Möglichkeit genommen, Dinge zu verändern und zu verbessern, weil das gerade für den Chef praktisch ist, werden sie anfangen, ihren Job zu hassen.

12. Sie fordern ihre Mitarbeiter nicht intellektuell

Große Chefs fordern ihre Mitarbeiter heraus, damit sie Dinge erreichen, die anfangs unmöglich erschienen. Anstatt banale, stufenweise ansteigende Ziele zu setzen, setzen sie große Ziele, die ihre Mitarbeiter dazu zwingen, über sich selbst hinauszuwachsen.

Dieser Text ist eine gekürzte Version eines ausführlichen Gastbeitrags von Travis Bradberry für die HuffPost.

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(lk)