Huffpost Germany

Mysteriöse Vorahnung? Diese Nachricht schickte ein Mädchen kurz bevor sie tödlich verunglückte

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Die 14-Jährige Emily Gardner ertrank auf tragische Weise bei einem Bootsausflug mit ihren Freundinnen, nachdem sich eine Schlaufe ihrer Auftriebsweste an dem kenternden Boot verhakt hatte.

Einige Stunden zuvor schickte sie ihrem Vater Clive eine Nachricht, es sollte ihre letzte gewesen sein. Der Vater denkt nun, es handle sich bei der Nachricht um "eine Art Vorahnung", wie er dem Online-Magazin "Elite Daily" sagte.

Die Schülerin aus dem englischen Gloucester schickte ihrem Vater ein Wellen-Emoji, gefolgt von einem Schlaf-Emoji. "Ich hatte so ein komisches Gefühl dabei. Ich bin nicht abergläubisch, aber nach allem, was passiert ist, macht ihre Nachricht auf einmal Sinn", sagte er.

emily gardner

Emilys Eltern kämpfen für Rettungswesten-Pflicht

Jetzt setzen sich die Eltern des Mädchens für strengere Vorschriften beim Tragen von Rettungswesten ein. Wie die britische Tageszeitung "Telegraph" berichtet, trug Emily zum Zeitpunkt des Unfalls zwar eine Auftriebsweste, jedoch war diese viel zu groß für die 14-Jährige.

Als das Boot kenterte, gelang es den beiden Freundinnen des Mädchens von dem sinkenden Boot wegzuschwimmen, Emilys Weste verhakte sich jedoch am Heck des Speed-Bootes und zog das Mädchen unter Wasser.

Emily konnte nicht wiederbelebt werden

Zwei Jet-Ski-Fahrer hatten beobachtet, wie das Boot verunglückt war und eilten den Betroffenen zur Hilfe. 25 Minuten später war Emily befreit, konnte jedoch nicht mehr wiederbelebt werden.

Wie die britische Zeitung berichtet, ist das Tragen von Rettungswesten oder Auftriebshilfen auf Privatbooten in England nicht gesetzlich geregelt. In Deutschland ist vorgeschrieben, dass für jeden Passagier eine Schwimmweste an Bord sein muss, eine Pflicht, sie zu tragen, besteht jedoch nicht.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Bei der Schwimmweste sollte unbedingt auf die richtige Größe geachtet werden. Denn zu große Westen würden sich schneller verhaken und könnten so, wie in Emilys Fall, zu tragischen Unfällen führen.

Das soll nie wieder passieren, finden Emilys Eltern. Sie wollen ein Gesetz erwirken, das das Tragen von richtigen Rettungswesten vorschreibt, um andere Familien vor ähnlichen Schicksalsschlägen zu schützen, sagte Emilys Mutter Debbie der "Elite Daily".

"Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Sicherheitsgesetze durchzubringen, um damit ähnliche Tragödien zu vermeiden und die Angehörigen davor zu bewahren, dass für sie eine Welt zusammenbricht. So war es nämlich für uns."

Auch auf HuffPost:

Dieses Video sorgt in Großbritannien für enorme Diskussionen

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(juk)

Filed by Huffington Post