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NRW: Rettungssanitäter fordern Polizeieskorten für Problemviertel

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RETTUNGSSANITAETER
Ein Krankenwagen des Roten Kreuzes | DPA
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Viel wird zurzeit in Deutschland über die wachsende Zahl von Angriffen auf Polizisten gesprochen. Allerdings sehen sich auch Rettungssanitäter und Feuerwehrleute zunehmend Attacken ausgesetzt, wenn sie ausrücken.

Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst fordert deshalb, dass Sanitäter Polizeischutz bekommen sollen, wenn sie in bestimmte Problemviertel gehen. Das berichtet die "Rheinische Post".

"In Problemviertel, von denen man weiß, dass es dort zu Übergriffen kommen kann, sollten die Rettungswagen mit Streifenwagen-Begleitung fahren, damit sie geschützt sind", sagt der Verbandsvorsitzende Marco König gegenüber der Zeitung.

Einstellungen von Verfahren sind ein "Skandal"

Zudem fordert er, dass Angriffe auf Rettungskräfte konsequent von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden.

"Das ist nämlich leider sehr oft nicht so. Stattdessen hören wir immer wieder von betroffenen Kollegen, dass die Verfahren eingestellt werden. Das ist deprimierend und der eigentliche Skandal", so König.

Mehr zum Thema: Angriff auf Einsatzwagen: Männergruppe verprügelt Rettungssanitäter in Gelsenkirchen

Seit 2011 sei die Zahl der Übergriffe auf Polizisten und Rettungskräfte in NRW von 6.186 auf 8.109 im Jahr 2015 angestiegen, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Landeskriminalamt.

Der Landesvorsitzende des Feuerwehrverbandes, Christoph Schöneborn, unterstützt diesen Vorschlag, weist allerdings darauf hin, dass der Polizei selbst nicht genügend Kräfte zur Verfügung stehen.

Feuerwehrmänner rücken aus, um Sanitäter zu schützen

"Weil es mittlerweile aber wirklich gefährlich ist, in bestimmte Stadtteile zu fahren, begleiten bereits Feuerwehrmänner, obwohl sie keinen eigenen Einsatz haben, Sanitäter zum Schutz zu gerufenen Notfällen", so Schöneborn.

Er schlägt vor, Rettungssanitäter mit Pfefferspray und Stichschutzwesten auszustatten.

In der Nacht zum Sonntag waren in Gelsenkirchen zwei Sanitäter von Verwandten einer Patientin geschlagen und getreten worden.

Mit Material der dpa

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