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Pegida-Mitgründer wollte ein besseres Deutschland - jetzt trägt er erstmals wirklich dazu bei

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LUTZ BACHMANN
Lutz Bachmann will nach Teneriffa ziehen | ASSOCIATED PRESS
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  • Der Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann will auf die Kanareninsel Teneriffa ziehen
  • Das bestätigte Bachmann nun in einer Video-Botschaft auf Facebook

Lutz Bachmann, der Mitgründer des fremdenfeindlichen Dresdner Pegida-Bündnisses, will offenbar auswandern.

Er bestätigte am Dienstag, dass er seinen neuen Lebensmittelpunkt auf die spanische Kanareninsel Teneriffa verlegen will. Bachmann inszenierte sich auf den Pegida-Demos als Retter des Abendlandes und wollte Deutschland nach eigener Aussage wieder besser machen.

Mit seinem Umzug ins Ausland lässt er jetzt den Worten Taten folgen.

Zuvor hatte die inzwischen mit Bachmann verfeindete Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling in einem Facebook-Beitrag verraten, dass Bachmann dabei sei, auf die spanische Kanareninsel zu ziehen und nur noch alle zwei Wochen zu den Kundgebungen nach Dresden zu kommen.

Mehr zum Thema: Pegida-Gründer Bachmann wegen Volksverhetzung verurteilt

Der Pegida-Mitbegründer war in den vergangenen Wochen immer seltener bei den Kundgebungen in Dresden zu sehen.

Bestätigung über Video-Botschaft

In einer Videobotschaft erklärte Bachmann, dass er bereits seit mehreren Monaten immer wieder auf Teneriffa sei, weil er dort Werbeaufträge habe und somit dort Geld verdiene. Nun wolle er auf Teneriffa noch etwas Neues anfangen, erklärte er. Weiter ging er auf seine Pläne allerdings nicht ein.

In einem Facebook-Post fügte er noch hinzu: "Wen interessiert es, wo man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient, solange man mit Rückgrat hinter der Sache steht?“.

Festerling betonte in ihrem Facebook-Kommentar noch, dass sie Bachmann mit der Veröffentlichung des geplanten Umzugs auf Teneriffa nicht die Führungsposition streitig machen, sondern nur dafür sorgen wollte, "dass Pegida weiter kraft- und anspruchsvoll bestehen bleibt“

Bachmann kritisierte Festerling für ihren Facebook-Post. Er schrieb auf seiner Facebook-Seite, dass er seine Tätigkeit im Ausland schon im Frühjahr 2016 öffentlich machen wollte. Damals sei Festerling aber aus taktischen Gründen dagegen gewesen.

Mit Material von dpa.

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