Huffpost Germany

Die meisten Russen meiden dieses Dorf - aus Angst, nicht mehr lebend zurückzukehren

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DARGAVS
VIele Russen meiden dieses Dorf. | gon4 via Getty Images
Drucken
  • In der russischen Republik Nordossetien-Alanien liegt eine Ortschaft, die viele Russen meiden
  • Eine Legende besagt, dass von dem Ort niemand lebendig zurückkehrt

Um die Ortschaft Dargaws in der russischen Republik Nordossetien-Alanien ranken sich jede Menge Mythen und Legenden. Dabei wirkt Dargaws auf den ersten Blick bloß wie eine ruhige und idyllische Siedlung, die aus der Zeit gefallen ist.

Über 100 kleine steinerne Häuser reihen sich in dem Tal aneinander, Wolken ziehen an den grünen Hügeln vorbei.

Das Gruselige aber ist: In dem Ort wohnt niemand. Alle Bewohner sind verstorben - und wer das Dorf betritt, so sagt es eine Legende, den ereilt schnell das gleiche Schicksal.

Mehr zum Thema: Diese Insel gilt als gruseligster Ort der Welt - dahinter steckt eine tragische Geschichte

Dargaws – eine jahrhundertealte Nekropolis

Die steinernen Häuser sind nämlich keine Wohnstätten, sondern alte Gruften, die laut dem auf Geschichte und Archäologie spezialisierten Portal "ancient-origins.com" bis ins 14. Jahrhundert zurück reichen.

Dargaws ist eine sogenannte Nekropolis, eine baulich ausgestaltete Begräbnisstätte, die optisch an eine Wohnsiedlung erinnert.

dargavs

Die Nekropolis Dargaws in der russischen Republik Nordossetien-Alanien; Bild: Getty

Obwohl die alte Begräbnisstätte nicht nur wunderschön, sondern auch historisch äußerst interessant ist, halten sich viele russische Bewohner aus der Region allerdings fern von Dargaws. Eine alte Legende besagt nämlich, dass niemand den Ort wieder lebendig verlassen kann.

Um den Ursprung der Begräbnisstätte ranken sich Legenden

Wieso die Menschen ihre Angehörigen früher in den Steinhäusern begraben haben, ist nicht mehr bekannt. Aber auch um den Ursprung der Nekropolis ranken sich Legenden.

Wie das Portal "atlasobscura.com“ berichtet, besagt ein Mythos, dass der Ursprung der Begräbnisstätte in einer tödlichen Seuche liegt.

Bewohner des Tals rund um Dargaws sollen demnach vor mehreren hundert Jahren Quarantäne-Häuser für kranke Angehörige errichtet haben, die zwar mit Essen versorgt wurden, aber die Häuser bis zu ihrem Tod nicht mehr verlassen durften.

In den Steingrüften mit unterirdischen Räumen wurden mittlerweile Knochen und menschliche Überreste in hölzernen Särgen gefunden, die optisch an Boote erinnern. Laut "ancient-origins.com" könnte der Grund dafür sein, dass die Menschen damals glaubten, die Toten müssten einen Fluss überqueren, um in den Himmel zu gelangen.

Auch auf HuffPost:

Dieser Mann wurde blind – wegen eines einfachen Fehlers, den viele jeden Abend machen

(lk)