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Münchner schlägt Kopftuchträgerinnen in U-Bahn

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MUNICH METRO
Münchener schlägt Kopftuchträgerinnen in U-Bahn - zum Glück geht ein Fremder dazwischen | Andreas Steinbach via Getty Images
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  • Ein Münchner hat zwei offenbar muslimische Frauen am Montag in der U-Bahn geschlagen und beleidigt
  • Der rassistische Gewalttäter wurde festgenommen

Ein 38-jähriger Münchner soll am Montagabend eine Mutter und ihre 17-jährige Tochter wüst beschimpft und geschlagen haben. Es handelte sich um eine rassistische Straftat - die beiden Frauen trugen Kopftücher. Der Mann beleidigte sie wegen ihrer Religionszugehörigkeit.

Die Frauen waren in der U-Bahn unterwegs, als der Mann begann, sie zu provozieren und mit Servietten zu bewerfen. Das gab die Polizei München in einer Pressemitteilung bekannt.

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Rassist wütet: "Wir Deutschen hassen Muslime"

Danach soll er die offenbar muslimischen Frauen angeschrieben haben, die Deutschen und er seien Christen und hassten Muslime und Kopftücher. Auch die Wörter "Hurentöchter“ und "sie sollen ihre Familie f*****“ protokolliert die Polizei.

Der Rassist ging dann auf die 17-Jährige los, schlug ihr zweifach ins Gesicht, bevor er versuchte, auch die Mutter tätlich anzugreifen – aber beim Zuschlagen verfehlte. Nur durch den mutigen Eingriff eines Unbekannten konnte Schlimmeres verhindert werden.

Straftat zählt als "politisch motiviert"

Die alarmierte U-Bahn-Wache nahm den Mann, als er ausstieg, fest und übergab ihn an die Polizei. Der 38-Jährige musste gefesselt werden, da er sich körperlich gegen den Arrest wehrte.

Auch auf der Polizeistation soll er Beamte beleidigt haben. Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen aufgenommen. Es handelt sich bei dem Vorfall um politisch motivierte Kriminalität.

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(lk)