Huffpost Germany

So reagieren Unternehmen, wenn sich eine Frau mit Kopftuch bewirbt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HEADSCARF GERMANY
Eine Frau mit Kopftuch in Riad in Saudi-Arabien | Thomas Koehler via Getty Images
Drucken
  • Unternehmen antworten selten auf die Bewerbung einer Frau mit Kopftuch
  • Das ergab eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit

Ein Kopftuch wie ein Hidschab macht es muslimischen Frauen viel schwerer, einen Job zu bekommen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit habe ergeben, dass Kopftuchträgerinnen mehr als viermal so viele Bewerbungen schreiben, um die gleiche Zahl an Einladungen zu Vorstellungsgesprächen zu erhalten.

Unternehmen wollen "Sandra Bauer", nicht "Meryem Öztürk"

Die Forscher hatten fast 1500 fiktive Bewerbungen an in Deutschland ausgeschriebene Stellen verschickt. Dabei hatten sie identische Schul- und Bildungswege mit Fotos von Bewerberinnen mit und ohne Kopftuch und mit deutschen und türkischen Namen kombiniert.

Mehr zum Thema: Bürgermeisterin feuert Praktikantin - wegen Kopftuch

Die fiktive "Sandra Bauer" erhielt auf fast jede fünfte Bewerbung eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, "Meryem Öztürk" mit Kopftuch dagegen nur auf jede 24. Bewerbung. Wenn sie sich ohne Kopftuch bewarb, wurde die Türkin immerhin zu jedem siebten Bewerbungsgespräch eingeladen.

Der Grund: Nach Angaben der Studie wird ein Kopftuch von den Unternehmen als Zeichen der Integrationsunwilligkeit angesehen.

Auch auf HuffPost:

”ISIS hat nichts mit dem Islam zu tun“ - Ein Experte findet klare Worte

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.