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Emma Awards 2016: Der wahre Mittelpunkt des Abends war keiner der Preisträger

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Bekam eine Menge Gegenwind bei den Emmys: Donald Trump

U2-Frontmann Bono (56) hat es schon häufiger gemacht: Bei Preisverleihungen nutzt er seine Dankesreden gerne mal, um über politische Themen zu sprechen. Momentan bekennen aber auch viele andere Stars in ihren Reden Farbe. Denn im November wird in den USA bekanntlich ein neuer Präsident gewählt und kaum ein Kandidat hat die Bevölkerung jemals so gespalten, wie Donald Trump. Bei der Emmy-Verleihung am Sonntag war er das politische Thema Nummer eins - auch auf der Bühne.

Vor allem Emmy-Moderator und Comedian Jimmy Kimmel (48) parodierte mehr als einmal Trumps markige Sprüche. Julia Louis-Dreyfus (55, "Seinfeld"), die für ihre Rolle als Selena Meyer in der Comedy-Serie "Veep" als beste weibliche Hauptdarstellerin reüssierte, sagte auf der Bühne: "Ich nutze diese Gelegenheit und entschuldige mich für das aktuelle politische Klima." "Unsere Show hat als politische Satire begonnen, aber mittlerweile fühlt sie sich fast wie eine ernüchternde Dokumentation an."

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"Hitlers Erbe"

Der indische Comedian Aziz Ansari (33, "Das ist das Ende") freute sich über seinen ersten Emmy für die Netflix Serie "Master of None" und scherzte in seiner Rede, er habe sich nach langer Überlegung entschieden, zu "Team Trump" zu gehören. Das Ganze trieb er sogar noch auf die Spitze und schlug vor: "Wir sollten alle muslimischen und Spanisch sprechenden Nominierten von der Verleihung ausschließen. Mom und Dad, ihr solltet sofort nach draußen geleitet werden."

Andere waren hingegen gar nicht zu Späßen aufgelegt. Komikerin Jill Soloway (50), die für ihre Serie "Transparent" ausgezeichnet wurde, verglich im Backstage-Bereich Trump in ihrer Wut sogar mit Hitler, wie unter anderem FoxNews berichtete. Außerdem sagte sie: "Er ist ein gefährliches Monster und ich werde ihn jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit dazu habe, als Erben Hitlers benennen."

Rückendeckung für Clinton

Neben diesen direkt an Trump adressierten Attacken sprachen sich einige Gewinner nicht gegen Trump aus, sondern stellten sich einfach hinter seine Kontrahentin Hillary Clinton. "Saturday Night Live"-Star Kate McKinnon (32) dankte Clinton in ihrer Rede. McKinnon gewann den Emmy als beste Nebendarstellerin. In der Comedy-Serie spielte sie mehrfach die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten. Diese wiederum gratulierte der Schauspielerin via Twitter: "Glückwunsch zu deinem Emmy, Kate. Ich bin auch ein großer Fan von dir."

Schauspieler Courtney B. Vance (58) gehört ebenfalls zu den Clinton-Unterstützern. Seine Dankesrede endete mit den Worten: "Obama raus. Hillary rein." Der 58-Jährige bekam einen Emmy für seine Rolle in "The People v. O.J. Simpson: American Crime Story".