Huffpost Germany

Diebe brachen 156 Mal bei ihm ein - dann hatte er die Idee mit der Kamera

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Bei einem Dresdener Unternehmer wurde 156 Mal eingebrochen
  • Weil er mit der Arbeit der Polizei nicht zufrieden war, handelte er selbst

Ganze 156 Mal wurde in den vergangenen 25 Jahren bei dem Unternehmer Wolle Förster aus Sachsen eingebrochen.

Weil die Polizei aber bei fast allen Delikten die Ermittlungen eingestellt haben soll, ermittelte Förster nun selbst – und das mit Erfolg.

Wie die Tageszeitung "Dresdner Morgenpost“ berichtet, wurden lediglich drei der 156 Einbrüche von der Polizei aufgeklärt. Bei den restlichen Fällen seien die Ermittlungen eingestellt worden.

Nach dem jüngsten Einbruch handelte der Unternehmer selbst

Als nun erneut zwei Einbrecher in ein Lokal von Förster einbrachen, entschied der Multi-Unternehmer, zu handeln. Er brachte Kameras in seinen Geschäften an.

Alle seine Objekte seien inzwischen videoüberwacht, erklärte Förster gegenüber der "Dresdner Morgenpost". Den jüngsten Einbruch hatte der Unternehmer deshalb auf Band.

Mehr zum Thema:Diebe verwüsten sein Haus - dann findet er diese Zettel

Förster postete einen Screenshot seiner Videoaufzeichnungen bei Facebook:

thieves caught on camera

Dazu schrieb er: "Ich weiß jetzt, wer bei mir [...] eingebrochen ist. Diese beiden sollen sich bei mir melden, sonst veröffentliche ich morgen die Bilder von Beiden - der Datenschutz ist mir dann scheißegal."

Um zu beweisen, dass er es ernst meint und die Namen der Täter wirklich kennt, nannte er noch die Anfangsbuchstaben der Vornamen. Der Post wurde über 1.200 Mal geteilt. Woher er die Namen kannte, ist nicht bekannt. Aber sie scheinen richtig gewesen zu sein.

„Beide haben sich gemeldet“

Denn seine Methode hatte Erfolg. "Beide haben sich gemeldet", berichtete der Unternehmer einen Tag später auf Facebook. Er erklärte, dass es sich bei den Tätern um Drogenabhängige handele.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(ben)