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Piraten-Politiker transportierte Leiche mit Sackkarre durch Berlin

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CLAUSBRUNNER
Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner im Berliner Stadtparlament | Andreas Rentz via Getty Images
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  • Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll einen Mann getötet haben
  • Er soll die Leiche seines Opfers mit einer Sackkarre quer durch Berlin transportiert haben
  • Dann tötete er sich selbst durch einen Stromschlag

Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll vor seinem Selbstmord einen anderen Mann getötet und dessen Leiche mit einer Sackkarre quer durch Berlin transportiert haben. Dann soll er mehrere Tage mit dem toten Körper zusammengelebt haben, bevor er sich das Leben nahm.

Die Leichen von Claus-Brunner und des zweiten Mannes waren am Montag in einer Wohnung in Berlin-Steglitz gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft schrieben in einer gemeinsamen Mitteilung, in der Wohnung habe sich ein "schauriges Bild" geboten, das auf ein Tötungsdelikt hindeute.

Der "Bild"-Zeitung zufolge ist der Tote ein ehemaliger Mitarbeiter des Politikers. Der "Berliner Kurier" berichtet im Zusammenhang mit der Tat ebenso von einer Zusammenarbeit der beiden Männer. Allerdings heißt es dort, dass es sich bei dem 27-Jährigen um einen Kollegen gehandelt habe.

Tod durch "stumpfe Gewalt"

Dem "Berliner Kurier" zufolge sei der Piraten-Politiker an einem Abend in der vergangenen Woche zur Wohnung des 27-Jährigen gefahren. Dort sei es "sofort zur Auseinandersetzung" gekommen.

Ein Sprecher der Polizei sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, es gebe Hinweise, dass Claus-Brunner den jüngeren Mann gestalkt, also verfolgt und belästigt habe. Dazu werde ermittelt. Vermutlich wertet die Polizei dafür Daten der Handys und Computer der beiden Toten aus.

Laut Polizei wurde das Opfer durch "stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper" getötet. Die Tat geschah aber nicht in der Mietwohnung von Brunner im Stadtteil Lichterfelde im Süden Berlins, sondern wohl in der Wohnung des Opfers, die nach Zeitungsberichten in Wedding im Norden liegen soll. In seiner Wohnung hätten die Ermittler Blutlachen gefunden. Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Todesursache "Erwürgen“ war.

Claus-Brunner richtete sich selbst durch eine Stromschlag

Danach habe Claus-Brunner die "nackte und mit Kabelbindern gefesselte Leiche auf einer Sackkarre" in seine 15 Kilometer entfernte eigene Wohnung nach Berlin-Steglitz gebracht, heißt es bei der "Bild"-Zeitung. Auch der "Berliner Kurier" berichtet hiervon.

Nach Angaben des "Berliner Kurier" soll sich Claus-Brunner an der Leiche vergangen haben. Polizei und Staatsanwaltschaft machen hierzu allerdings keine Angaben.

Der "Berliner Kurier" berichtet weiter, dass sich Claus-Brunner mit einem Stromschlag selbst getötet hat. Er nutzte dabei sein Wissen als Mechatroniker, um sicherzustellen, dass der Schlag ihn sicher umbringt. Der Zeitung schreibt weiter, dass Claus-Brunner noch am Sonntag bei einem Spaziergang mit seinem Hund gesehen wurde.

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