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Vater des mutmaßlichen Attentäters von New York hatte Sohn bereits als Terrorist gemeldet

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RAHAMI
Der mutmaßliche Attentäter von New York wird mit verschiedenen Ideologien terroristischer Organisationen in Verbindung gebracht | Handout . / Reuters
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  • Der Vater des mutmaßlichen Attentäters Ahmad Khan Rahami von New York gibt an, seinen Sohn bereits vor zwei Jahren als Terrorist gemeldet zu haben
  • Bei Rahamis Festnahme wurden Notizbücher gefunden, die ihn mit Ideologien verschiedener Terrororganisationen in Verbindung bringen

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Attentäters von New York herrscht weiter Unklarheit über das genaue Motiv des Mannes. Allerdings konnten die Ermittler Hinweise finden, die Ahmad Khan Rahami mit verschiedenen Terrororganisationen in Verbindung bringen.

Hasstiraden in Notizbüchern

So wurden bei der Festnahme des 28-jährigen Rahami Notizen gefunden, in denen sich der US-Amerikaner afghanischer Herkunft in Hasstiraden erging, berichtete der Sender "CBS" am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Was genau den 28-Jährigen zu dem Anschlag bewog, ist aber immer noch unklar. Die "New York Times" zitierte einen Ermittler mit den Worten: "Er ist ein bisschen so etwas wie ein Gespenst, ein Geist." In sozialen Netzwerken sei bislang wenig über ihn gefunden worden.

Bereits vor zwei Jahren vom FBI überprüft

Wie die "New York Times" weiter berichtet, hatte der Vater Rahamis seinen Sohn bereits vor zwei Jahren der Polizei als Terrorist gemeldet. Daraufhin wurde er von Beamten des FBIs überprüft, wie zwei Strafverfolgungsbeamten angaben.

Zwei Monate hätte das FBI Rahami überprüft, sagte sein Vater bei einem Interview am Dienstag, fanden am Ende aber keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten. Von offizieller Seite hieß es gegenüber der "New York Times", dass eine Überprüfung zwar gestartet worden sei, Rahamis Vater die Anschuldigungen jedoch fallen gelassen hätte.

Der Vater meldete seinen Sohn bei der Polizei, nachdem dieser seinen Bruder bei einem Streit angegriffen habe. Drei Monate verbrachte Rahami daraufhin im Gefängnis, wurde jedoch wegen der fallengelassenen Klage keinem Gericht vorgeführt.

In den Notizen pries er einen Al-Quaida-Terroristen an

In den Notizbüchern habe Rahami geschrieben, er wolle "die Ungläubigen töten", wie offizielle Sprecher der "New York Times" mitteilten.

Außerdem habe er unter anderem Anwar al-Awlaki darin gepriesen. Al-Awlaki war einer der führenden Propagandisten von Al-Quaida und wurde vor fünf Jahren bei einem Drohnenangriff im Jemen getötet.

Nach Schießerei gefasst

Die Polizei hält Rahami für den Hauptverdächtigen des Bombenanschlags in New York am Samstagabend mit 29 Verletzten. Zudem soll er weitere Sprengsätze in New Jersey deponiert haben. Hinweise auf eine Terrorzelle gebe es keine.

Rahami war am Montagmorgen in Linden (New Jersey) nach einer Schießerei mit Polizeibeamten gefasst worden - nur wenige Stunden, nachdem die Ermittler ein Fahndungsfoto veröffentlicht hatten. Sie kamen ihm dank einer Vielzahl an Hinweisen auf die Spur. So hinterließ er Fingerabdrücke und DNA-Spuren.

Mit Material der dpa.

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