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Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner tot aufgefunden - neben ihm lag eine zweite Leiche

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CLAUS BRUNNER
Rätsel um toten Piratenpolitiker Claus-Brunner: Neben ihm lag eine zweite Leiche | dpa
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Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner (44) ist tot. Er soll in einer Wohnung im Berliner Viertel Steglitz-Zehlendorf gefunden worden sein, neben ihm lag nach Angaben der "Bild"-Zeitung eine zweite Leiche. Auch bei dieser soll es sich um einen Mann handeln. Die Mordkommission ermittelt.

Partei-Mitglieder sollen die Polizei alarmiert haben, berichtet die Zeitung. Die Piraten erklärten weiter, Brunner habe sich wohl selbst getötet, weil er krank war. Die Polizei habe der Partei mitgeteilt, dass wohl weder ein Unfall noch Fremdverschulden vorliege. "Genauere Umstände sind uns nicht bekannt; allerdings wussten wir von einer unheilbaren Erkrankung."

Brunner gehörte zur Berliner Piratenfraktion, die 2011 als erste in einen Landtag einzog. Er war von Anfang an eine sehr auffällige Erscheinung, weil er sehr groß war und grundsätzlich immer in Latzhose und mit einem Kopftuch auftrat. Um das Kopftuch gab es anfangs einigen politischen Aufruhr, weil Brunner auch Palästinensertücher im Parlament verwendete.

Bereits nach der ersten Zeit im Abgeordnetenhaus - und nach einigen internen Querelen bei den Piraten - hatte Claus-Brunner geklagt, er sei moralisch und seelisch am Ende. Später sagte er: "Ich halte durch, weil ich sicher bin, dass ein großer Teil der Basis hinter mir steht."

Die Piraten schrieben jetzt: "Faxe, wie wir ihn alle nannten, war nie unumstritten, Faxe war nie einfach und er hatte es auch nie leicht. Jeder von uns kann eine Geschichte über ihn erzählen." Sie beendeten ihre Mitteilung: "Lebwohl, Faxe! Wir werden dich vermissen."

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(cho)