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Lage außer Kontrolle: Flüchtlinge fliehen aus brennendem Lager in Lesbos

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LESBOS
Tausende Flüchtlinge verlassen brennendes Lager in Lesbos, Feuer offenbar absichtlich gelegt | Twitter / S. Hava
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Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist ein Feuer ausgebrochen. Das bestätigte die griechische Polizei. Die Lage sei außer Kontrolle, berichtete die Online-Zeitung "I Efimerida".

Zwischen 3000 und 4000 Flüchtlinge hätten das Camp bereits verlassen, gaben die Behörden weiter bekannt. Besonders minderjährige Flüchtlinge seien in großer Gefahr gewesen, wurden von Beamten evakuiert und in eine andere Einrichtung auf der Insel gebracht, berichtet die "Bild".

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Windböen fachten es immer wieder an. Bereits am frühen Abend war es im Hotspot zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern mit verschiedenen Nationalitäten gekommen. Dann habe es angefangen zu brennen.

Bisher gibt es keine Informationen, dass jemand durch den Brand verletzt wurde. Viele der Fliehenden hätten sich auf den Weg in die Inselhauptstadt Mytilini gemacht, berichtet die dpa. Die Migranten fordern, nach Athen reisen zu dürfen.

Die Flüchtlinge werden in den griechischen Hotspots festgehalten, um im Rahmen des europäisch-türkischen Flüchtlingspakts zurück in die Türkei abgeschoben zu werden.

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(bp)