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7 Prozentpunkte in nur einem Monat: Trump startet die Aufholjagd

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DONALD TRUMP
Clinton schwächelt – Trump holt auf. | scarletsails via Getty Images
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  • Im Kampf um das Weiße Haus schwächelt die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zurzeit
  • Donald Trump ist auf Aufholjagd
  • Er konnte seinen Rückstand in den Umfragen bereits enorm verkürzen

Noch vor wenigen Wochen schien sich der umstrittene republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump langsam aber sicher aus dem Wahlkampf zu verabschieden. Zu schlecht die Umfragewerte,

Offensichtlich haben sich die Gegner des Immobilienmoguls allerdings zu früh gefreut. Während Clinton laut der unabhängigen Umfrage-Website "RealClearPolitics" am 9. August in den Umfragen durchschnittlich noch 7,9 Prozentpunkte vor Trump lag, ist ihr Vorsprung am 19. September im Durchschnitt auf 0,9 Prozentpunkte gesunken.

"Nehmt Ihnen die Waffen weg"

Dabei sorgt Trump weiter in verlässlichen Zeitabständen für Skandale. Erst kürzlich hat der republikanische Präsidentschaftskandidat auf einer Wahlkampfveranstaltung dazu aufgefordert, Hillary Clintons Leibwächtern die Waffen wegzunehmen und zu sehen, was dann passiere.

In den Medien sorgte diese Aussage zwar wieder für Furore: Den Umfragewerten des Immobilien-Milliardärs hat es bislang allerdings nicht geschadet. Ganz im Gegenteil.

Trump holt auf

In einigen bedeutenden Staaten steht Trump zurzeit wieder überraschend gut da. In Michigan beispielsweise, einem Staat, der seit 1992 bei Präsidentschaftswahlen stets demokratisch gewählt hat. Laut der Nachrichtenseite "Business Insider“ ist der Vorsprung von Hillary Clinton hier in mehreren Umfragen von 11 auf 3 Prozentpunkte gesunken.

Aber auch in anderen wichtigen Staaten konnte Trump in der letzten Woche deutlich hinzugewinnen. Die Umfrage-Webseite „fivethirtyeight“, sieht Trump beispielsweise auch in Florida, Ohio und North Carolina vorne.

Lungenentzündung und Schwächeanfall

Hillary Clinton schwächelte in der vergangenen Woche also nicht nur gesundheitlich. Ihre Lungenentzündung scheint sich auch auf ihre Kampagne auszuwirken.

Tatsächlich ist Clintons Gesundheitszustand seit ihrem Schwächeanfall während einer 9/11-Gedenkfeier zu einem ernsthaften Faktor im Wahlkampf geworden. Schon vorher hatten Trump und New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani allerlei Gerüchte über angebliche Krankheiten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin gestreut.

Was aber zunächst bloß nach wilden Verschwörungstheorien klang, bringt Clinton plötzlich in echte Bedrängnis. Auch wenn Clintons Ärztin nur eine "leichte Lungenentzündung“ diagnostizierte und versicherte, dass sie generell fit für das Präsidentenamt sei, schienen Zweifel an Clintons Gesundheit plötzlich angebracht.

Trump nutzte die Chance und präsentierte in der amerikanischern Fernsehsendung "The Dr. Oz Show“ einen neuen Brief seines Arztes. Sein Tenor: Ich bin topfit. "Ich fühle mich, als wäre ich 30“, prahlte er im Interview.

Der "Korb der Kläglichen“

Aber neben ihrer Lungenentzündung leistete sich Hillary Clinton kürzlich auch noch einen selbstverschuldeten Fehltritt. Sie sagte, die Hälfte der Trump-Anhänger sei ein "Basket of Deplorables“ – also ein "Korb der Kläglichen“. Damit ließ sie sich sprachlich auf eine Stufe herab, auf der zuvor eigentlich nur ihr republikanischer Rivale agierte.

Trump schiebt Clinton "Birther"-Theorie in die Schuhe

Trump wählte am vergangenen Freitag also einen guten Zeitpunkt, um seine Konkurrentin mit einem weiteren Trick als unseriös dastehen zu lassen. Jahrelang galt Trump als prominenter Vertreter der sogenannten "Birther"-Verschwörungstheorie, nach der Präsident Obama nicht in den USA geboren ist. Bei einer Rede am Freitag verkündete er dann plötzlich: "Präsident Obama wurde in den Vereinigten Staaten geboren. Basta".

Damit distanzierte er sich schließlich von der längst widerlegten Verschwörungstheorie und schob sie stattdessen in die Schuhe von Hillary Clinton: "Hillary Clinton und ihr Wahlkampfteam von 2008 starteten die Birther-Kontroverse. Und ich habe sie beendet", fügte er hinzu. Mehrere US-Medien widerlegten diesen Vorwurf bereits.

Dass Donald Trump in den Umfragen zurzeit dennoch kräftig aufholt, scheint aber gerade Hillary Clinton nicht allzu sehr zu überraschen. Wie "Real Clear Politics“ berichtetet, sagte Clinton in Bezug auf die neuesten Umfragen, dass sie stets von einem engen Rennen ausgegangen sei.

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(lp)