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Christina Applegate: "Das Leben hört als Mutter nicht auf"

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Christina Applegate muss Kind und Karriere unter einen Hut bekommen

Christina Applegate (44) ist dem deutschen Publikum noch immer in guter Erinnerung durch die Kultserie "Eine schrecklich nette Familie". Nach einer Brustkrebserkrankung kämpfte sich die Schauspielerin ins Showbusiness zurück und kommt jetzt mit der Komödie "Bad Moms" in die Kinos.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt Applegate, dass sie als Mutter einer fünfjährigen Tochter heute "wesentlich konzentrierter bei der Arbeit ist", auch, weil die mittlerweile 44-jährige Aktrice "nach der Arbeit zurück zur Familie will". Denn die habe heute absolute Priorität.

Den Trailer zum Film "Bad Moms" mit Christina Applegate sehen Sie auf Clipfish

"Ich möchte nicht, dass mein Kind perfekt ist"

Applegate gibt zu, dass auch sie gewisse Eigenschaften einer 'bad mom' - also einer schlechten Mutter - habe. Den Grund dafür sieht sie in der Auffassung, "dass heute viel mehr Druck auf Kinder ausgeübt wird, perfekt zu sein". Applegate will dagegen steuern. "Ich möchte nicht, dass mein Kind perfekt ist, im Gegenteil: Es ist wichtig, dass Kinder Fehler machen und aus denen lernen", so die Schauspielerin weiter.

Über ihre Doppelrolle im Leben - zum einen Mutter einer fünfjährigen Tochter, zum anderen beliebte Hollywood-Schauspielerin - sagt Applegate: "Du schaffst es kaum noch, Zeit für dich zu finden. Das ist ein echtes Problem, und du trägst ständig dieses Schuldgefühl mit dir rum. Zum einen willst du arbeiten, aber dann willst du auch für dein Kind da sein. Es ist ein ständiger Kampf."

"Mütter verstehen, was wir mit dem Film sagen wollen"

Am Set von "Bad Moms" habe ihr allerdings die "Kameradschaft mit den anderen Frauen ungemein geholfen, die Schuldgefühle zur Seite zu schieben", verriet Applegate. Auch, weil "Mila und die anderen Frauen allesamt Mütter sind und meine Probleme total verstehen können". Dass die Komödie viele dieser Probleme aufs Korn nimmt, findet Applegate "besonders lustig, weil viele Frauen, die in ihrer Mutterrolle fest verankert sind, dieser Tage genau verstehen werden, was wir mit dem Film sagen wollen".

Und was ist das genau für eine Botschaft? "Vielleicht einfach nur, dass das Leben als Mutter nicht aufhört, nur weil man sich um Kinder kümmern muss", so Applegate. "Es gibt auch noch die andere Frau in dir, die nicht immer nur Mutter ist. Das ist erfrischend. Dieser Film war allein deshalb total notwendig."