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Blitzanalyse der Berlin-Wahl: Kommt jetzt die Rebellion gegen Merkel?

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CDUBERLIN
Nach der Wahl: enttäuschte CDU-Mitglieder in Berlin | dpa
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Für die CDU ist es eine historische Schlappe bei der Wahl in Berlin. Nur rund 18 Prozent der Stimmen hat die Partei geholt - sie ist nur knapp vor den Grünen gelandet.

Der Grund: Rund 50.000 Wähler hat die CDU Partei an AfD und FDP verloren.

Zwar hat auch die SPD rund fünf Prozent der Stimmen im Vergleich zur letzten Wahl verloren. Aber die SPD feiert ihren ersten Platz als Erfolg. Bei der CDU wird das Ergebnis die Debatte über die Identitätskrise der Partei weiter anheizen.

Ein schlechteres Wahlergebnis bei einer Landtagswahl gab es erst vier Mal für die Partei - drei der Schlappen liegen rund 60 Jahre zurück.

Die Niederlage wird Merkel angelastet

Sicher: In den Städten war die CDU noch nie stark. In Hamburg holte sie 2015 nur 15,9 Prozent.

Aber niemand aus der Partei wird jetzt über die Schwäche in den Metropolen reden, sondern über die Schwäche von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das Ergebnis in Berlin wird wie die Niederlage in Mecklenburg-Vorpommern vor zwei Wochen (die Partei landete dort bei 19 Prozent) der Kanzlerin angelastet werden.

Kommt jetzt die Revolte gegen Merkel?

Konservative CDU-Mitglieder drohten in der vergangenen Woche wieder einmal mit Rebellion, falls die Partei in Berlin erneut schlecht abschneidet.

Genau das ist jetzt passiert. Kommt es also Revolte gegen Angela Merkel?

Das ist unwahrscheinlich. Zwar verschlechtern sich die Wahlergebnisse der CDU zunehmend (Gewinne wie bei der Kommunalwahl in Niedersachsen sind die Ausnahme und nicht die Regel) - aber eine Alternative zu Merkel ist nicht in Sicht. Deshalb wird auch diesmal wohl die Rebellion ausbleiben.

Rhetorischer Kursschwenk der Kanzlerin

Aber die Wahl könnte dann doch Folge haben: Angela Merkel könnte auf ihre Kritiker zugehen.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat sie schon in der vergangenen Woche getan. Sie sagte, dass sie ihren Satz "Wir schaffen das" so nicht mehr sagen möge.

Berlin könnte also der Auftakt für einen rhetorischen Kursschwenk der Kanzlerin sein und sie wieder mit dem konservativen Teil der der CSU versöhnen.

Die Folge: Merkel, wieder mit der ganzen Union im Rücken, würde ziemlich sicher als Kanzlerkandidatin 2017 antreten - und laut ihren Beliebtheitswerten würden sie die Deutschen auch wieder wählen.

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(cho)