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Berühmte Forscherin: "Trump verhält sich wie ein Schimpanse"

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DONALD TRUMP ANGRY
Aug. 21. 2015 Mobile, AL, Republican presidential candidate and business mogul Donald Trump mixes it up with fans at a campaign pep rally in Ladd Peebles Stadium. Over 20 thousand came to the Ladd-Peebles Stadium to attend Trumps campaign pep rally. People were asked not to bring signs. (Photo by Julie Dermansky/Corbis via Getty Images) | Julie Dermansky via Getty Images
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  • Die berühmte Anthropologin Jane Goodall sagt, Donald Trumps Verhalten erinnere an männliche Schimpansen
  • In einem Interview vergleicht sie seine Auftritte mit den Kunststückchen, die Affen zeigen, um Artgenossen zu beeindrucken

Die Mätzchen des US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump erinnern die berühmte Anthropologin Jane Goodall an die Primaten, mit denen sie Jahrzehnte in der Wildnis verbracht hat.

Männchen beeindrucken Konkurrenz mit spektakulären Vorführungen

"In vielerlei Hinsicht erinnern mich die Auftritte von Donald Trump an männliche Schimpansen und ihr Dominanzverhalten“, sagte Goodall der US-amerikanischen Tageszeitung "The Atlantic“. „Um in der Hierarchie aufzusteigen, versuchen Männchen, ihre Konkurrenten mit spektakulären Vorführungen zu beeindrucken: Stampfen, auf den Boden schlagen, Äste hinter sich herschleifen, Steine werfen.“

Goodall fügte hinzu: "Je energischer und phantasievoller die Vorführungen ablaufen, desto schneller steigt der Einzelne in der Rangfolge auf und desto länger hält er wahrscheinlich seine Position.“

Er wird wie ein Affe "Lärm produzieren"

Bisher hat Trump noch keine Äste hinter sich hergezogen oder Steine geworfen, aber alles scheint möglich. Statt körperlicher Kunststückchen hat der Republikanische Präsidentschaftskandidat bisher verbale aufgeführt: Er hat mit seinem Penis angegeben, persönliche Attacken gestartet oder auf rassistische und sexistische Beleidigungen zurückgegriffen.

Trump trifft am 26. September in einem TV-Duell auf seine Konkurrentin Hillary Clinton. Dann wird Goodall, so sagte sie im Interview, an "Mike“ denken. Der Schimpanse zeigte seine Dominanz, indem er mit Benzinkanistern Fußball spielte und einen Lärm produzierte, der vermeintliche Herausforderer in die Flucht schlug.

Wenig überraschend hat Trump bereits damit geprahlt, er werde am Ende ganz vorne liegen. Oder wie er der Tageszeitung "The New York Times“ sagte: "Ich weiß, wie ich mit Hillary umgehen muss.“

Trump spricht wie ein Sechstklässler

Ob seine Strategie auch kindische Eskapaden beinhaltet, wird sich zeigen. Tony Schwartz, Co-Autor von Trumps Buch "Die Kunst des Erfolges“, jedoch wettet, dass das noch kommt.

"Trump hat schwere Probleme mit seiner Aufmerksamkeit und kann komplexe Informationen nicht aufnehmen. Für die Duelle wird er nicht üben können“, sagte Schwartz der "Times“. "Trump wird nichts außer seinem oberflächlichen Getöse mit in die Duelle bringen. Er wird die Sprache von Sechstklässlern verwenden, er wird sich oft wiederholen, er wird Sätze nicht beenden und er nichts von Gehalt sagen.“

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Leonhard Landes übersetzt.

Dieser Artikel war bei Amazon meistverkauft – wegen Donald Trump

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(lp)