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Bundesregierung finanzierte TTIP-Gegner mit mehr als 100.000 Euro

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TTIP
Anti-TTIP Demonstranten | getty
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  • Heute wollen Zehntausende Deutsche gegen TTIP demonstrieren
  • Jetzt kommt heraus: Die Bundesregierung unterstützte TTIP-Gegner mit viel Geld

Die Bundesregierung hat Gegner des umstrittenen transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP mit einer sechsstelligen Summe unterstützt. Die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Deutscher Naturschutzring erhielt 105.350 Euro für seine Aktivitäten zu TTIP, bestätigte das Bundesministerium für Umwelt und Bau der WirtschaftsWoche.

"Mit dem Projekt sollten deutsche Umweltverbände und andere deutsche NGOs mit NGOs in Europa und den USA zu aktuellen Verhandlungsprozessen – insbesondere TTIP, aber auch anderen bilateralen Handelsabkommen sowie den WTO-Verhandlungen – vernetzt werden", sagte das Umweltministerium zum Zweck der Finanzierung.

Bündnis will TTIP stoppen

Der Deutsche Naturschutzring, der Dachverband deutscher Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbände, dem etwa BUND, NABU und auch der Alpenverein angehören, finanzierte mit dem Geld eine Halbtagskraft, die das deutsche zivilgesellschaftliche Bündnis „ TTIP unfairHandelbar“ koordinierte.

Mehr zum Thema: Neue TTIP-Umfrage - Skepsis jetzt auch bei Ökonomen

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die TTIP-Verhandlungen zu stoppen. "TTIP unfairHandelbar" ist Kooperationspartner der Träger der Großdemonstrationen gegen TTIP an diesem Samstag.

Die Finanzierung aus Steuermitteln lief über zwei Jahre und endete im November 2015. Eine Evaluierung des Projekts hat das Umweltministerium nach eigenen Angaben nicht vorgesehen.

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