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Plus-Size-Model wird Zweite bei Schönheitswettbewerb - danach wurde es hässlich

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MISS ITALIA
Plus-Size-Model wird Zweite bei Schönheitswettbewerb - danach wurde es hässlich | Screenshot / Miss Italia
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Die 22-jährige Italienerin Paola Torrente gilt als Plus-Size-Model. Sie trägt die Kleidergröße 40 bei einer Körpergröße von 1,75 Meter. In der italienischen Stadt Angri in der Provinz Salerno nahm sie an der Wahl zur Miss Italien teil – und sorgte mit ihrem Erfolg nicht nur für Begeisterung.

Unter schallendem Applaus der Zuschauer wurde Torrente zweite hinter Rachele Risaliti. Eine Leistung, die international für Reaktionen sorgte.

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Torrente (r.) neben der siegreichen Risaliti

Das kroatische Model Nina Moric (40) etwa war gar nicht begeistert von der Figur ihrer Kollegin. Bei Instagram schrieb Moric, Torrente habe den Platz auf dem Podest nur aufgrund von "politischer Korrektheit“ ergattert.

Geschmacklose Pöbelei von Model-Kollegin

In Richtung des Plus-Size-Models schrieb sie, diese sorge mit ihrem Auftreten dafür, dass „Leute Menschen mit zu viel auf den Rippen verteidigen.“ Und ihre geschmacklose Entgleisung ging noch weiter: "Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir eine Miss Italien wählen, die zu fett ist – alles im Namen von Sensibilität und Akzeptanz für andere.“

La bellezza, per me, è sentirsi a proprio agio nella propria pelle. Questo o una crema da urlo !😼

Ein von 🌟🌟🌟 (@nina__moric) gepostetes Foto am

Moric war nicht die einzige, die nach dem Schönheitswettbewerb hässlich wurde. Auch die Mutter der Drittplatzierten Viviana Vogliacco schlug mit einem Kommentar in die selbe Kerbe, wie die britische "Daily Mail“ berichtet: Torrente solle an einem Wettbewerb für Plus-Size-Models teilnehmen, nicht am regulären Wettbewerb.

Andere unterstützen die 22-Jährige

Die positive Nachricht ist: Die Silbermedaille für die italienische Studentin hat gezeigt, dass bereits viele Menschen verstanden haben, dass es nicht ein Schönheitsideal gibt.

Und auch Personen aus der Modewelt sprangen der jungen Schönheit zur Seite: Wettbewerbs-Veranstalterin Patrizia Mirigliani forderte: "Hört auf mit den Vorurteilen. Wir brauchen weibliche Models, die näher an echten Menschen sind.“

Bis das alle begreifen, wird es wohl noch dauern.

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