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Nach Milliardenforderung aus den USA: Steht die Deutsche Bank vor der Pleite?

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DEUTSCHE BANK
Nach Milliardenforderung aus den USA: Steht die deutsche Bank vor der Pleite? | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • 14 Milliarden Dollar fordern die USA als Strafe von der Deutschen Bank
  • Für das kriselnde Geldinstitut wird es nun gefährlich
  • Presseschau: Deutsche Medien rechnen mit dem Schlimmsten

Nach Volkswagen knöpft sich die US-Regierung jetzt die Deutsche Bank vor. Die 14 Milliarden Dollar hohe Forderung des Justizministeriums im Streit um krumme Hypothekengeschäfte hat die schlimmsten Erwartungen übertroffen. Für den krisengebeutelten Finanz-Riesen wird es nun zunehmend brenzlig.

Die höchste Strafforderung, mit der die US-Justiz je eine ausländische Bank konfrontierte, ließ die Aktie der Deutschen Bank auf knapp unter 12 Euro einbrechen.

Deutsche Medien rechnen mit dem Schlimmsten

Deutsche Medien reagierten alarmiert: "Das wütende Amerika riskiert eine neue Bankenkrise“ schrieb etwa "N24". "Steht die Deutsche Bank vor der Pleite?“, fragte "n-tv" auf seiner Webseite.

Gerald Braunberger kommentierte in der "FAZ“
: „Eine gute Strategie braucht die Bank vor allem, wenn sich ihre Reserven wegen hoher Strafzahlungen als zu gering erweisen sollten und sie Aktien verkaufen muss, um Geld zu beschaffen.“

Der Chef der Deutschen Bank John Cyran versuche, dies zu vermeiden, ob das gelinge, sei jedoch unsicher.

Braunberger warnt: "Sollte die Bank einen dringenden Kapitalbedarf nicht über die Börse decken können, begännen Diskussionen über eine Staatsbeteiligung.“

Anlegeranwalt Nieding: "Deutsche Bank hat ein echtes Problem"

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres hielt sich die Deutsche Bank mit Ach und Krach gerade noch in den schwarzen Zahlen, für das Gesamtjahr hat der Vorstand nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro 2015 erneut rote Zahlen nicht ausgeschlossen.

Die Deutsche Bank hat für mögliche juristische Niederlagen nach letzten Angaben 5,5 Milliarden Euro zurückgelegt. Auch wenn die Bank die Strafe noch deutlich drücken kann – und das ist nun die Ambition des Geldhauses – ist fraglich, ob dieser Betrag reicht.

Schließlich laufen auch noch Ermittlungen wegen eines Geldwäscheverdachts in Russland. "Was über die Rückstellungen hinausgeht, wäre bedrohlich“, sagt Anlegeranwalt Klaus Nieding. "Die Deutsche Bank hat ein echtes Problem.“

In einer Botschaft an die Mitarbeiter machte Konzernchef Cryan kürzlich vorsichtig Mut: "Vor uns liegt ein längerer Endspurt in einem anstrengenden Jahr des Umbaus.“

Mit Material der dpa.

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