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So rockte Justin Bieber die Olympiahalle in München

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Seine

Wenn die Menschenschlange vor der Münchner Olympiahalle am Freitagabend fast bis zur U-Bahn-Haltestelle reicht und Teenager schon seit Donnerstag auf den Einlass warten, dann kann das nur einen Grund haben: Justin Bieber ist da. Und das war er zur Begeisterung der 13.000 Belieber über eineinhalb Stunden lang. Dass seine bloße Anwesenheit ausreichte, um das größtenteils weibliche Publikum in Hysterie zu versetzen, war wenig überraschend.

Spektakuläre Show in der Olympiahalle

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Und eines muss man dem 22-Jährigen lassen: Singen kann er. Auch wenn man das bei dem ganzen Show-Spektakel seiner "Purpose"-Tour schon auch mal vergessen konnte. Nebel, Feuerwerk und perfekt inszenierte Video-Projektionen (Bieber alleine, Bieber oben ohne, Bieber mit attraktiven Damen) waren dabei allerdings fast schon Rand-Erscheinungen. Von einem in die Bühne eingebauten Laufband über verschiedene Hebebühnen bis hin zum schwebenden Riesen-Trampolin war nämlich alles geboten.

Unerwartet pünktlich kam der Kanadier auf die Bühne - zu seinem Song "Mark My Words" in einem gläsernen Würfel aus dem Boden schwebend. Er spielte einen kurzweiligen Mix aus neuen und alten Songs, darunter seine Hits "What Do You Mean?" und "Where Are Ü Now", aber auch die Bieber-Klassiker "Baby" und "Boyfriend", die die kreischende Menge in Ekstase versetzten. Seine Tänzer lieferten dazu durchweg nahezu akrobatische Höchstleistungen ab.

Vom Riesen-Trampolin in den Bühnen-Swimmingpool

Bieber selbst ließ sich auch nicht lumpen. In einer bis ins letzte Detail perfekt geplanten Show sang und tanzte er nicht nur über das enorme Bühnen-Konstrukt. Zu seinem Schmuse-Hit "Love Yourself" setzte er sich auf ein Sofa und spielte Gitarre - und bewies einmal mehr, dass er auch live eine richtig gute Stimme hat. Später lieferte er ein beeindruckendes Schlagzeug-Solo ab, machte Saltos auf dem Riesen-Trampolin und zu guter Letzt tanzte er in einer Art Bühnen-Swimmingpool.

Doch auch bei einem Justin Bieber läuft nicht alles fehlerfrei. Erst vergisst er das Mikrofon, dann muss er mitten auf der Bühne seine Schuh-Einlagen herausnehmen. Ein paar Fans behaupteten am Ende sogar, dass The Biebs bei seinen älteren Songs nicht ganz textsicher gewesen sei - und wenn echte Belieber das sagen, dann muss das wohl so sein.

...und dann zog er sich aus

Wie dem auch sei, keiner der 13.000 Fans in der Olympiahalle nahm ihm auch nur irgendetwas übel. Auch nicht, dass er sie nur unpersönlich mit "Germany" ansprach oder seine Playback-Stimme oftmals zusätzlich aus den Boxen ertönte. Spätestens als er dann für seinen letzten Song "Sorry" unter einer Regen-Dusche tanzte und sich - wie sollte es anders sein? - auch noch das Oberteil auszog, waren die Belieber schon längst über den siebten Himmel hinaus.