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Ex-Bürgermeister missbraucht eine Vierjährige – und gibt ihr die Schuld

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  • Einem Ex-Bürgermeister im US-Bundesstaat Ohio wird vorgeworfen, ein vierjähriges Mädchen wiederholt missbraucht zu haben
  • Er plädiert aber auf "nicht schuldig", denn das Kind habe eingewilligt

Der ehemalige Bürgermeister der Kleinstadt Hubbard im US-Bundesstaat Ohio hat gestanden, wiederholt Sex mit einer Vierjährigen gehabt zu haben – laut seinen bizarren Aussagen mit ihrer Einwilligung und auf ihre Initiative hin.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren soll der Mann sich ab 2013 an dem Mädchen vergangen haben. Die Missbrauchsfälle begannen zwei Jahre nach Ende von Keenans Amtszeit als Bürgermeister. Zum damaligen Zeitpunkt sei das Mädchen gerade einmal vier Jahre alt gewesen.

Missbrauch in 20 Fällen

Dem 65-Jährigen Richard Keenan werden nun laut einem Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung "Washington Post" sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und versuchte Vergewaltigung in 20 Fällen vorgeworfen.

Der selbsternannte "Mann des Glaubens" streitet die Anschuldigungen jedoch gar nicht ab. Er plädiert auf "nicht schuldig".

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Mädchen habe ihn im Badezimmer überrascht

In ausführlichen Gesprächen mit einem Pastor habe Keenan den Gerichtsakten zufolge angegeben, dass die Initiative von dem Mädchen ausging. Angeblich habe sie ihn im Badezimmer überrascht. Es ist unklar, woher der Mann die Vierjährige kannte.

Keenans Prozess beginnt im April. Seine Ehefrau könnte dann gegen ihn aussagen. Sie war die Erste, die ihn mit den Anschuldigungen konfrontierte, nachdem das Mädchen ihr von dem Missbrauch erzählt hatte. Sollte Keenan verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

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