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Star-Regisseur Stone erklärt, warum wir keiner Regierung vertrauen sollten

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OLIVER STONE
Regisseur Oliver Stone beschimpft Hollywood und US-Regierung | Paul Marotta via Getty Images
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  • US-Regisseur Oliver Stone bringt in Kürze seinen neuen Film "Snowden" in die Kinos
  • In Hollywood konnte Stone den Film allerdings nicht produzieren
  • Stone bezeichnet Hollywood als feige und warnt vor den Lügen der US-Regierung

Oliver Stone greift mit seinen Filmen schon lange die großen politischen Themen seines Heimatlandes auf – mit Erfolg: Schon elf Mal wurde er für den Oscar nominiert, drei Mal gewann er den begehrten Preis.

Obwohl Stone also eigentlich als Erfolgsgarant gelten müsste, hatte er eigenen Angaben zufolge große Schwierigkeiten seinen neuesten Film zu finanzieren. Der Film handelt nämlich von dem Whistleblower Edward Snowden – ein Thema das Hollywood wohl zu heiß war.

"Hollywood ist feige"

Wie Stone gegenüber dem Focus erklärte, wollte kein Hollywood-Studio das Thema anrühren. Der Regisseur geht deshalb von "Einschüchterung, Selbstzensur und Angst vor den Regierungsbehörden“ aus.

In einem Interview mit der "Welt" nahm der Regisseur, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, kein Blatt vor den Mund und bezeichnete Hollywood als feige. Um den Film produzieren zu können, brauchte Stone Unterstützung aus Europa. Gedreht wurde "Snowden" schließlich unter anderem in den Bavaria Studios in München.

"Sie werden immer lügen, um ihren Arsch zu retten"

Der Star-Regisseur teilt aber nicht nur gegen Hollywood aus, sondern auch gegen die US-Regierung und Regierungen im Allgemeinen: "Ich habe Regierungen nie vertraut“, sagte er im Interview mit der "Welt". "Sie werden immer lügen, um ihren Arsch zu retten. Egal, ob es um die deutsche Regierung oder irgendeine andere geht. Wir müssen immer wachsam sein.“

Stone ist enttäuscht von Obama

In Bezug auf sein Heimatland erklärte er, dass die USA eine "Perestroika" brauche, also einen Umbau des Systems analog zu der von Michail Gorbatschow eingeleiteten Umstrukturierung der Sowjetunion, damit die USA wieder mit sich ins Reine komme.

So ist der Regisseur auch von Präsident Obama, der einen harten Kurs gegen Whistleblower fährt, sehr enttäuscht. Oliver Stone bezeichnete einige Aussagen Obamas über Snowden als "dumm und rücksichtslos" und nahm diese, um das zu verdeutlichen, auch in seinen Film mit auf.

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(bp)