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"Die Eifelpraxis": So vereinbart Rebecca Immanuel Beruf und Familie

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Rebecca Immanuel spielt die Versorgungassistentin Vera Mundt

Es hat mehr als zehn Jahre gedauert, aber jetzt ist sie zurück: Rebecca Immanuel (45, "Edel & Starck") übernimmt in "Die Eifelpraxis - Erste Hilfe aus Berlin" (16.09. um 20:15 Uhr im Ersten) erstmals seit der beliebten Anwaltsserie "Edel & Starck" wieder die Hauptrolle in einer TV-Reihe. Sie spielt darin eine Versorgungassistentin, die für den Beruf von Berlin in die Eifel zieht. Wie weit sie privat für ihren Job gehen würde und wie sie die Schauspielerei und ihre Familie unter einen Hut bekommt, hat sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

In "Die Eifelpraxis" übernehmen Sie erstmals seit "Edel & Starck" wieder eine Hauptrolle in einer TV-Reihe. Was hat Sie daran gereizt?

Die Komplettbox zu "Edel & Starck" mit Rebecca Immanuel finden Sie hier

Rebecca Immanuel: Diese Reihe wurde für mich entwickelt, deswegen ist sie mir sozusagen "auf den Leib geschrieben" - was für ein besonderes Geschenk. Sie enthält viele Komponenten, die eine gelungene Geschichte ausmachen: Humor, Charme, Spannung, Drama und eine gewisse Prise Erholung. Diese Filme sind Seelenfutter und wer kann das am Freitagabend nicht brauchen? (lacht) Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, die Vera spielen zu dürfen.

Ihre Figur Vera zieht für ihren Beruf mit Kind und Kegel von Berlin in die Eifel. Würden Sie privat auch so eine extreme Veränderung auf sich nehmen?

Immanuel: Wie sagt der Volksmund so treffend: "Was muss, das muss." Ich bin mir sicher, viele Eltern und Menschen allgemein teilen das Schicksal, dorthin gehen zu müssen, wo es Arbeit und ein Einkommen gibt. Sollte es so kommen, dass es in Berlin beruflich keine Perspektive für mich gäbe, würde ich selbstverständlich mit meiner Familie auch woanders hingehen.

Wie vereinbaren Sie Familie und Karriere privat?

Immanuel: In einem ausgewogenen Verhältnis von Ab- und Anwesenheit und einem gut funktionierenden Netzwerk von Familie, Freunden und Nachbarn.

Wie haben Sie den Dreh in der Eifel zum Pilotfilm in Erinnerung?

Immanuel: Der Dreh zur ersten Folge hat mich bezaubert, weil wir ein hochprofessionelles Team hatten, dessen Liebenswürdigkeit man bis ins letzte Detail spürt. Das sieht man dem Film an. Von unserer Regisseurin habe ich handwerklich noch viel gelernt und auch die Kollegen vor der Kamera waren in ihrem authentischen, berührenden und sehr humorvollen Spiel umwerfend. Kurz: ein großer Spaß!

Was sind Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile einer TV-Reihe im Vergleich zu einem einzelnen Film?

Immanuel: Derzeit kann ich nur Vorteile erkennen: Eine Reihe nennt man in sich abgeschlossene 90-minütige Filme, die man auch unabhängig voneinander verstehen kann. Wenn es ein tolles Format ist, freut man sich auf die Geschichten, kennt seine Rolle gut, kann Dinge ausprobieren und fühlt sich immer mehr zuhause. Das gilt für die Filmschaffenden, sowie für den Zuschauer.

Besitzen Sie privat auch so eine gute Menschenkenntnis wie Vera?

Immanuel: Ich arbeite daran. (lacht) Sicherlich hilft eine bestimmte Portion an Lebenserfahrung, Menschen besser einschätzen zu können, aber ansonsten gilt "Only time will tell".

Veras Sohn Paul leistet ziemlichen Widerstand. Wie sieht es aktuell mit ihrem eigenen Sohn aus?

Immanuel: Da ist es noch nicht soweit. Und wenn die Zeit kommt, vertraue ich darauf, dass sie dafür wichtig ist, seine Kinder eines Tages leichten Herzens loszulassen und ihnen die Freiheit zuzugestehen, die sie brauchen und verdienen.

Was ist Ihnen bei der Erziehung besonders wichtig?

Immanuel: Werte und Wertschätzung zu vermitteln. Und im besten Falle kommt irgendwann ein mutiger, selbstbewusster Erdenbürger raus, der seine Träume lebt und sich für das Gemeinwohl stark macht. Das wäre wunderbar.