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"Danke, Merkel": AfD will islamistische Anschläge für Plakatkampagnen nutzen

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dpa
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  • Die AfD plant, mögliche islamistische Anschläge in Zukunft für Plakatkampagnen zu nutzen
  • Die Parteispitze in Hessen schlägt vor, in einem solchen Fall Banner mit der Aufschrift "Danke, Frau Merkel" in ganz Deutschland aufzuhängen

Die AfD berät darüber, künftig mögliche islamistische Terrorakte gezielt zur Stimmungsmache gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einzusetzen.

Laut einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" fordert Hessens AfD-Chef Peter Münch den Bundesvorstand auf, "professionelle Plakate/Banner" zu beschaffen, die nach "islamistischen Anschlägen mit Todesopfern oder Schwerverletzten" in ganz Deutschland verteilt werden sollten.

Auf den Plakaten solle "in großen Lettern stehen (z.B.): 'DANKE; FRAU MERKEL'". Sie sollten an "stark frequentierten Orten aufgehängt" werden. Laut "Spiegel" schreibt Münch das in einem Antrag der hessischen AfD-Spitze an den Bundeskonvent der Partei, der in einer Woche in Kassel tagt.

"Personifizierung künftiger Anschläge

Durch die Maßnahme will Münch erreichen, dass Merkel gezielt die Schuld an möglichen Terroranschlägen gegeben wird. "Eine Personifizierung zukünftiger Anschläge" habe zum Ziel, "die Bundeskanzlerin möglichst schnell zum Rücktritt zu bewegen/ihres Amtes zu entheben".

Die hessische AfD-Spitze schlägt vor, die Banner aus wetterbeständigem Material und "im typischen AfD-Look" herzustellen und sie an alle Landes- und Kreisverbände zu verteilen, wo sie stets "vorrätig" sein sollten.

Auf Anfrage des "Spiegel" sagte Münch, er habe zwar den Wortlaut des Antrags nicht mehr im Kopf, sei damit aber einverstanden gewesen, weshalb er ihn unterschrieben habe.

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