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10 wissenschaftlich bewiesene Wege, wie man glückliche Kinder erzieht

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CHILD HAPPY
Es gibt Tricks, wie Kinder glücklich werden. | Oliver Rossi via Getty Images
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Es gibt unzählige Ratschläge, Ideen und Tipps, wie man seine Kinder zu glücklichen Menschen erziehen kann. Kein Wunder, dass man da im Dschungel der Möglichkeiten leicht den Überblick verliert. Wir haben für euch alle wissenschaftlich belegte Erziehungsmethoden gesammelt, die eure Kinder glücklich machen sollen.

Es gibt 10 Wege, wie es funktionieren kann - und sie sind alle wissenschaftlich belegt:

1. Scherzt viel

Forschungsergebnisse legen nahe, dass Kinder, die viel mit ihren Eltern lachen, ein besseres Sozialleben entwickeln. Das legt eine Studie nahe, die 2011 auf dem Festival of Social Science präsentiert wurde.

Wenn Eltern viel scherzen, sind ihre Kinder kreativer, finden leichter Freunde und können besser mit Stress umgehen. Also spielt öfter mal den Hofnarren – eure Kinder werden es euch danken.

2. Bleibt positiv

Dieser Punkt ist zugegebenermaßen wenig überraschend: Eltern, die negative Gefühle gegenüber ihrem Säugling ausdrücken oder ihn grob behandeln, werden später vermutlich mit aggressiven Kindern im Vorschulalter zu kämpfen haben.

Und das ist doppelt schlimm, denn Kinder, die im Alter von fünf Jahren schon durch aggressives Verhalten auffallen, werden diese Muster ihr Leben lang nur sehr schwer wieder los. So sollen betroffene Kinder später häufiger zu Aggressionen gegenüber ihren Partnern neigen.

Wenn ihr das nächste Mal so richtig wütend seid, dann versucht euch davon frei zu machen. Auf lange Sicht wird es euch das Leben erleichtern.

3. Fördert euer Selbstwertgefühl

Alle Eltern haben Angst, dass sie Dinge falsch machen, die ihren Kindern schaden könnten. Aber lasst euch nicht verunsichern. Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es sehr wichtig für Kinder ist, ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Die Fähigkeit, mit Herausforderungen umgehen zu können und sein eigenes Engagement schätzen zu können, führt zu einem gesunden Selbstbewusstsein. Seid ein gutes Vorbild – eure Kinder werden es euch gleich tun.

4. Lasst sie ziehen

Auch wenn es schwer ist: Gebt euren Kindern die Freiheiten, die sie brauchen. Spätestens wenn sie ausziehen, werden sie euch danken. So haben Untersuchungen gezeigt, dass Kinder, die von sogenannten Helikopter-Eltern erzogen wurden, öfter ängstlich und weniger offen für neue Erfahrungen sind, wenn sie an die Uni gehen.

5. Kümmert euch um eure Partnerschaft

Eltern sollten darauf achten, dass sie ihre Ehe oder Partnerschaft nicht vernachlässigen, wenn plötzlich ein Baby das Duo zu einem Trio macht. Denn eine zerrüttete, instabile Partnerschaft kann weitreichende Folgen haben.

So ergab eine Studie, dass Kinder deren Eltern getrennt waren oder sich oft stritten, öfter unter Schlafstörungen litten.

6. Achtet auf eine gesunde Psyche

Wenn du denkst, dass du depressiv bist, dann such dir Hilfe. Nicht nur dir zuliebe, sondern auch für dein Kind. Forschungsergebnisse zeigen, dass deprimierte Mamas mit dem Muttersein kämpfen und sogar gedämpfter auf die Schreie ihrer Babys reagieren, als gesunde Frauen.

Mütter mit Depressionen geben ihren Stress außerdem unbewusst an ihren Nachwuchs weiter – im Kindergarten sind diese Kinder anfälliger für Stress.

Doch auch wenn diese Erkenntnisse bedrückend erscheinen: Die Forscher sind zuversichtlich, dass auch Eltern, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, trotzdem gute (und positive) Erziehungsarbeit leisten können.

7. Mütter, kümmert euch um eure Söhne

Eine enge Beziehung zwischen Mutter und Sohn kann dabei helfen, dass Jungs nicht ausrasten. So soll eine herzliche Verbindung mit der Mutter dazu führen, dass Jungen im Teenager-Alter weniger zu Verhaltensauffälligkeiten neigen.

Außerdem führt eine gute Mutter-Sohn-Beziehung dazu, dass Männer später ein glücklicheres Liebesleben haben. Zu diesem Schluss kam eine Studie von 2010.

8. Streitet euch mit euren Kindern

Klar, motzende Teenager nerven, aber wenn euch eure Kinder Kontra geben, habt ihr alles richtig gemacht. Denn je lieber der Nachwuchs diskutiert, desto einfacher fällt es ihm auch unter Gleichaltrigen, seine Meinung zu behaupten. Kinder, die das können, werden seltener Opfer des Gruppendrucks.

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9. Versucht nicht, perfekt zu sein

Niemand ist perfekt, also quält euch nicht damit, Eltern des Jahres werden zu wollen. Eine Studie, die 2011 im Fachmagazin "Personality and Individual Differences" erschien, zeigte, dass junge Eltern, die unbedingt alles richtig machen wollten, sich dermaßen unter Druck setzten, dass sie unter enormem Stress litten.

Also schaltet einen Gang runter - je entspannter ihr seid, desto entspannter sind auch eure Kinder.

10. Passt die Erziehung eurem Kind an

Beharre nicht auf strikten Regeln. Nicht jede Erziehungsform passt zu jedem Kind. Tatsächlich ist es so, dass Kinder von Eltern, die ihren Erziehungsstil an die Persönlichkeit ihres Nachwuchses anpassen, nur halb so oft unter Ängsten und Depressionen leiden, wie Kinder von strikteren Eltern - das berichtete das Fachmagazin "Abnormal Child Psychology".

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

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(lm)