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Es gibt immer mehr Spitzenverdiener in Deutschland - und ihr Gehalt steigt

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Immer mehr Menschen verdienen immer besser | Thomas Barwick via Getty Images
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  • Besserverdiener konnten sich in den Jahren zwischen 2010 und 2014 weiter von der Mitte absetzen
  • Die Schere zwischen Gering- und Besserverdienern blieb in dem gleichen Zeitraum aber nahezu konstant
  • Auch Geringverdiener konnten bei ihrem Lohn nämlich zulegen

Das Lohngefälle zwischen Gering- und Besserverdienern in Deutschland ist von 2010 bis 2014 nicht mehr gewachsen. Während Spitzenverdiener sich zwar weiter von der Mitte absetzen konnten, blieb das Verhältnis zwischen den Bruttostundenlöhnen von Spitzenverdienern und jenen von Menschen mit niedrigen Einkommen nahezu konstant, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Die Behörde untersucht alle vier Jahre die Verdienststruktur in der Bundesrepublik.

Langjähriger Trend gestoppt

Demnach haben Spitzenverdiener (obere zehn Prozent) 2014 brutto pro Stunde im Schnitt 3,41-mal so viel wie die unteren zehn Prozent verdient. 2010 lag das Verhältnis bei 3,45. "Der langjährige Trend einer zunehmenden Lohnspreizung ist gestoppt", schrieben die Statistiker in Bezug auf diesen leichten Rückgang. Dennoch ist der Abstand zwischen Gering- und Spitzenverdienern aber noch deutlich höher als im Jahr 2006. Hier haben die oberen zehn Prozent 3,33-mal so viel verdient wie die unteren zehn Prozent.

Zur Spitzengruppe der oberen zehn Prozent zählen Arbeitnehmer ab 31 Euro Bruttostundenlohn. Bei einem Stundenlohn unter 9,10 Euro zählen Arbeitnehmer hingegen zu den unteren zehn Prozent.

Auch Geringverdiener holten auf

Zwar ist der Abstand der Besserverdiener zur Mitte der Lohnskala (16,65 Euro) bis 2014 weiter leicht gestiegen. Zugleich holten aber Geringverdiener im Verhältnis zur Mitte etwas auf - gerade in Ostdeutschland. Dort fiel der Abstandsfaktor insgesamt nämlich deutlich von 3,45 auf 3,16.

Anteil der Besserverdiener gestiegen

Ebenso ist bundesweit der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen seit 2010 nicht weiter gewachsen und lag unverändert bei 20,6 %, während der Anteil der Arbeitnehmer im Hochlohnbereich leicht auf 19 Prozent gestiegen ist.

Zum Niedriglohnbereich zählen Arbeitnehmer, die weniger als zwei Drittel des mittleren Verdienstes (11,09 Euro Bruttostundenlohn 2014) bekommen. Zu den Beschäftigten im Hochlohnbereich zählen solche, die mehr als das Eineinhalbfache verdienen - 24,96 Euro je Stunde.

Bei den Berechnungen werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte sowie geringfügig Beschäftigte berücksichtigt. Sie lassen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes keine Rückschlüsse auf die Folgen des Mindestlohns zu, der seit 2015 gilt.

Die Ergebnisse decken sich zudem mit einer jüngst vorgestellten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der zufolge die Lohnungleichheit zwischen 2009 und 2013 nicht zugenommen hat.

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