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Ungarn bezeichnen Martin Schulz als "gefährlich" für Europa

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ZOLTN BALOG
Ungarns Premier Viktor Orban (l) Zoltan Balog (r) | TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
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  • Ungarns Minister für Humanressourcen kritisiert Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz
  • Er nennt sie "gefährlich" für Europa
  • Die beiden hatten zuvor Ungarns Vorgehen in der Flüchtlingskrise kritisiert

Ungarns Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, zufolge schwächen Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz "den Zusammenhalt in Europa".

Es sei "gefährlich", dass "sich in Europa immer noch solche Politiker durchsetzen können, die weder die Realität kennen noch ein funktionierendes Rezept zur Lösung der Probleme haben, aber dafür aggressiv nach Sündenböcken suchen", sagte Balog der "Welt".

Zuvor hatte Asselborn, ebenfalls in einem Interview mit der "Welt", einen Ausschluss Ungarns aus der EU gefordert. Balog sagte nun, Asselborn selbst sei "ohne Bedeutung", das Problem sei aber dass er "einen Typ Europapolitiker verkörpert, der gefährlich ist".

Schulz: "Osteuropäer haben Deutschland im Stich gelassen"

Ein anderes Beispiel sei EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, der "auch in so einem Ton" rede. Schulz schießt gleich zurück: Er wirft den mittelosteuropäischen EU-Staaten - zu denen auch Ungarn zählt - vor, sie hätten in der Flüchtlingskrise im Stich gelassen.

Sein Heimatland habe keineswegs "moralischen Imperialismus" ausgeübt, sondern große Lasten getragen, sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Die Bundesregierung hat nicht die Moralkeule geschwungen, sondern sie hat etwas anerkannt." Deutschland sei zwar das größte EU-Land und müsse auch die größte Last tragen. "Im Gegenzug wird es aber im Stich gelassen."

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